dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 16.11.2016 - 15.15 Uhr

Mittwoch, 16.11.2016 15:22 von

ROUNDUP: Bayer (Bayer Aktie) ringt bei Monsanto-Übernahme weiter mit Kapitalmarkt-Skepsis

LEVERKUSEN - Die geplante Monsanto-Übernahme für rund 66 Milliarden Dollar (Dollarkurs) durch Bayer kommt am Kapitalmarkt weiter nicht gut an. Nachdem sich der Aktienkurs in den vergangenen Wochen etwas von den Rückschlägen infolge der Rekordübernahme erholt hatte, kam er am Mittwoch nach der Platzierung einer Pflichtwandelanleihe über vier Milliarden Euro - einem ersten Baustein der Umschuldung des Kaufpreises - unter die Räder. Da Pflichtwandelanleihen später in Aktien des Pharma- und Pflanzenschutzkonzern getauscht werden, spricht man auch von einer Kapitalerhöhung mit Verzögerung.

ROUNDUP 2: Hugo Boss (Hugo Boss Aktie) stimmt auf längere Durststrecke ein - Börse vergrätzt

METZINGEN - Die Wende beim gebeutelten Modekonzern Hugo Boss lässt noch eine Weile auf sich warten. Erst 2018 dürfte der Konzern wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, stimmte der seit Mai amtierende Vorstandschef Mark Langer am Mittwoch die Märkte auf eine längere Durststrecke ein. Auf ein rückläufiges Jahr 2016 folgt laut Langer zunächst noch ein Jahr des Übergangs und der Stabilisierung, bevor Umsatz und Ergebnis wieder nach oben gehen sollen.

ROUNDUP: Morphosys sammelt frisches Kapital für eigene Forschungspipeline ein

MARTINSRIED - Das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys hat das positive Stimmungsumfeld für die Pharmaindustrie nach den US-Wahlen für sich genutzt: Mit einer Kapitalerhöhung verschafft sich das Unternehmen rund 115 Millionen Euro frisches Kapital, wie die TecDax-Gesellschaft am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Das Geld soll vor allem in den Ausbau der eigenen Forschungspipeline fließen, auf die sich das Unternehmen aus München seit einiger Zeit konzentriert. Die Aktie gab am Mittwoch wegen des verwässernden Effekts der Kapitalmaßnahme deutlich nach.

ROUNDUP 2: Wirecard rechnet mit anhaltend starkem Gewinnplus

ASCHHEIM/MÜNCHEN - Der Zahlungsdienstleister Wirecard dürfte auch im kommenden Jahr vom Boom im Online-Handel profitieren. Das TecDax-Schwergewicht aus Aschheim bei München stellte bei der Bekanntgabe detaillierter Zahlen für das dritte Quartal am Mittwoch einen weiteren deutlichen Gewinnanstieg in Aussicht. An der Börse kam die Nachricht gut an - die Aktie kletterte um mehr als sechs Prozent und nähert sich damit wieder dem Rekordhoch vom Oktober 2015.

Betrugsfall drückt Leoni erwartungsgemäß in die roten Zahlen

NÜRNBERG - Der Kabelhersteller und Autozulieferer Leoni ist im dritten Quartal wegen eines bereits bekannten Betrugsfalls erwartungsgemäß in die roten Zahlen gerutscht. Zwischen Juli und Ende September sei ein Verlust von 24,4 Millionen Euro angefallen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch knapp 16 Millionen Euro verdient. An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an: Die Papiere von Leoni gaben kurz nach Handelsöffnung dreieinhalb Prozent nach.

ROUNDUP: Streikbereite Piloten lehnen Schlichtungsvorschlag der Lufthansa ab

FRANKFURT - Bei der Lufthansa stehen die Zeichen unverändert auf Streik. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnte am Mittwoch erneut den Vorschlag des Unternehmens ab, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen.

Schwaches Pfund beflügelt Versicherer Prudential beim Neugeschäft

LONDON - Der britische Lebensversicherer Prudential hat im Neugeschäft in den ersten neun Monaten merklich zugelegt. Der Gewinn aus neuen Verträgen zog auch dank der schwachen britischen Währung um 19 Prozent auf 1,97 Milliarden Pfund (2,3 Mrd Euro) an, wie das Unternehmen am Mittwoch zum Investorentag in London mitteilte. Auf Basis stabiler Währungskurse hätte das Plus nur 9 Prozent betragen. Das Neugeschäft selbst - gemessen am annualisierten Prämienäquivalent (APE) - stieg um 16 Prozent auf 4,55 Milliarden Pfund. Hier verdankte Prudential die Hälfte des Zuwachses den Währungseffekten.

Großbank ABN Amro streicht weitere Jobs - Gewinnsprung im dritten Quartal

AMSTERDAM - Die verstaatlichte niederländische Großbank ABN Amro streicht auf ihrem Sanierungskurs noch mehr Arbeitsplätze. Um den Anstieg der Betriebskosten zu bremsen und Mittel für Investitionen freizumachen, sollen weitere 1500 Vollzeitstellen wegfallen, kündigte das Institut am Mittwoch bei der Vorlage seiner Quartalszahlen in Amsterdam an. Die Zahl der Beschäftigten soll nun bis Ende des Jahrzehnts auf 23 000 sinken. Im vergangenen Jahr hatte ABN Amro noch 26 500 Mitarbeiter beschäftigt. Auch die Deutsche Bank und Commerzbank haben in diesem Jahr die Streichung tausender Jobs angekündigt.

Stada-Chef: Kein Verkaufsauftrag für das Pharmaunternehmen

BAD VILBEL - Der Vorstandschef des Pharmaherstellers Stada, Matthias Wiedenfels, glaubt trotz immer wieder aufflammender Übernahmefantasien in der Branche an die Eigenständigkeit des Unternehmens. "Wenn ich nicht daran glauben würde, hätten wir ja keine Mittelfristziele für 2019 mit konkreten Zahlen und Fakten vorgestellt", sagte Wiedenfels in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Allerdings ist Eigenständigkeit nie Selbstzweck. Das heißt im Umkehrschluss aber auch nicht, dass ich einen Verkaufsauftrag habe." Die Rechtslage sei da eindeutig: "Sollte es einmal ein Übernahmeangebot geben, dann müsste das Management es auch prüfen", so der Stada-Chef, der seit diesem Sommer im Amt ist.

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