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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 14.10.2016 - 15.15 Uhr

Freitag, 14.10.2016 15:20 von

ROUNDUP: JPMorgan profitiert von Brexit-Unruhe - Starkes Anleihengeschäft

NEW YORK - Die Unruhe an den Kapitalmärkten nach dem Brexit-Votum hat die Geschäfte der US-Großbank JPMorgan im dritten Quartal angetrieben. Vor allem im Investmentbanking lief es dank eines regen Handels mit Anleihen und Zinsprodukten rund. Die Gesamteinnahmen des Konzerns stiegen nach Angaben vom Freitag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent auf 25,5 Milliarden Dollar (Dollarkurs).

Citigroup hält sich besser als erwartet - Starkes Anleihengeschäft

NEW YORK - Ein starkes Geschäft im Anleihenhandel hat der US-Großbank Citigroup das dritte Quartal gerettet. Unter dem Strich verdiente der Konzern nach eigenen Angaben vom Freitag 3,8 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das aber ein Rückgang von elf Prozent. Das lag vor allem an einem Gewinneinbruch in der konzerneigenen Abwicklungssparte Citi Holdings, in der die Bank ihre Randgeschäfte gebündelt hat.

Skandal-Bank Wells Fargo meldet 5,6 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn

SAN FRANCISCO - Die von einem Skandal um fingierte Konten erschütterte US-Großbank Wells Fargo hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen, aber dennoch mehr als erwartet verdient. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss von 5,8 auf 5,6 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Die gesamten Einnahmen legten um zwei Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar zu. Die Prognosen der Analysten wurden damit übertroffen, die Aktie stieg vorbörslich zunächst leicht.

ROUNDUP: China rettet VW-Verkäufe erneut

WOLFSBURG - Ein Jahr nach dem Beginn des Abgas-Skandals blickt der VW-Konzern bei seinen Verkäufen allen Befürchtungen zum Trotz auf eine solide Entwicklung. Die Erklärung ist wie so oft der weltgrößte Pkw-Markt China, wo es brummt und wo die Wolfsburger sehr stark aufgestellt sind - und dort gibt es praktisch keine Diesel. Neben diesem Erfolg tauchen aber auch Schatten auf. Südamerika, die USA und Russland sind für Volkswagen (VW Aktie) schon seit Monaten ein Fiasko.

ROUNDUP: Samsung erwartet weitere Milliardeneinbußen durch Smartphone-Debakel

SEOUL - Samsung erwartet durch das Debakel mit seinem Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 drastische Gewinneinbußen bis Anfang des nächsten Jahres. Der Smartphone-Marktführer aus Südkorea beziffert jetzt die Belastung für das Betriebsergebnis einschließlich des ersten Quartals 2017 mit umgerechnet mehr als fünf Milliarden Euro. Die Lücke durch den Produktionsstopp des Note 7 im Smartphone-Geschäft hoffen die Südkoreaner mit anderen Modellen im oberen Preissegment ausfüllen zu können.

ROUNDUP: Software AG (Software AG Aktie) schwächelt wieder - US-Rechtsstreit kostet Millionen

DARMSTADT - Die Software AG sieht sich trotz eines schwachen dritten Quartals auf Kurs zu ihrer im Sommer erhöhten Jahresprognose. In den drei Monaten bis Ende September lief das Geschäft des nach SAP zweitgrößten deutschen Softwareherstellers unter anderem wegen verzögerter Abschlüsse nicht so gut - ein Teil der Verträge im Bereich Integrationssoftware (Digital Business Platform - DBP) konnte jedoch in den ersten Tagen des Oktobers abgeschlossen werden.

Acea: Europäischer Automarkt legt im September weiter zu

BRÜSSEL - Der europäische Automarkt hat sich im September weiter robust gezeigt. In der Europäischen Union wurden mit 1,455 Millionen Autos 7,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum zugelassen, teilte der Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mit. Alle großen Märkte hätten zu dem Aufschwung beigetragen - in Italien und Spanien legten die Zahlen nach der Konjunkturschwäche der vergangenen Jahre gleich zweistellig zu. In Deutschland ging es um 9,4 Prozent nach oben. In Frankreich fiel das Plus mit 2,5 Prozent demgegenüber bescheiden aus.

Kreise: China plant Großfusion in der Chemiebranche

PEKING - China plant Kreisen zufolge die Fusion der großen staatlichen Chemieunternehmen Sinochem und ChemChina. Details zu dem Plan der Regierung wie etwa der Zeitablauf seien noch nicht klar und Änderungen seien möglich, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag mit Verweis auf eine informierte Person. Auch sei noch unklar, wie sich die Fusionsbestrebungen auf die geplante Milliarden-Übernahme des Schweizer Agrarchemie-Konzerns Syngenta durch ChemChina auswirken könnten.

ROUNDUP: Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent - Industrie warnt

BERLIN - Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben, teilten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennez und TransnetBW am Freitag mit. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung.

Entwurf: Konzerne sollen 23,55 Milliarden Euro für Atom-Altlasten zahlen

BERLIN - Die Atomkonzerne sollen sich bei dem Entsorgungspakt mit dem Staat nach einem vorläufigen Gesetzentwurf für 23,55 Milliarden Euro von der Verantwortung für Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Mülls freikaufen können. Diese Summe geht aus einem am Freitag bekannt gewordenem Referentenentwurf hervor. Am Finanzmarkt sorgte die Nachricht für Kurssprünge bei RWE von 4,8 Prozent und von 3,0 Prozent bei Eon.

ROUNDUP: Ufo droht mit Streik bei deutscher Eurowings

FRANKFURT/DÜSSELDORF - Der Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Tochter Eurowings in Deutschland spitzt sich wieder zu. Die Gespräche am Mittwoch und Donnerstag unter Leitung eines Moderators seien ergebnislos beendet worden, sagte der Tarifexperte der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, am Freitag auf Anfrage. Sollte das Unternehmen ein verbessertes Angebot vorlegen, seien Verhandlungen jederzeit möglich. "Ansonsten bereiten wir Arbeitskampfmaßnahmen vor. Ab spätestens nächster Woche kann es losgehen."

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