dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 25.10.2016

Dienstag, 25.10.2016 17:16 von

ROUNDUP 2: Weiter robuster Aufschwung - Ifo-Index erneut gestiegen

MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich auch im Oktober weiter verbessert und den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Der Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas fiel aber nicht mehr so stark aus wie im Vormonat. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer legte zum Vormonat um 1,0 Punkte auf 110,5 Zähler zu, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit April 2014. Volkswirte hatten nur einen leichten Anstieg auf 109,6 Punkte erwartet.

USA: Verbrauchervertrauen trübt sich überraschend deutlich ein

WASHINGTON - Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im Oktober überraschend deutlich eingetrübt. Der vom Conference Board erhobene Indikator fiel um 4,9 Punkte auf 98,6 Punkte, wie das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet.

USA: Hauspreise steigen stärker als erwartet - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Die Preise am US-Häusermarkt sind im August gemessen am Case-Shiller-Index stärker gestiegen als erwartet. Im Jahresvergleich legten die Preise in den zwanzig größten Ballungsgebieten um 5,13 Prozent zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs um 5,00 Prozent erwartet. Im Vormonat hatten die Preise um revidierte 5,02 (zunächst 4,98) Prozent zugelegt.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet

NEW YORK - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im August stärker fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise um 0,5 Prozent gestiegen.

ROUNDUP 2: Kein rasches Ende im Ceta-Drama in Sicht

BRÜSSEL - Trotz einer letzten Verhandlungsfrist schwinden die Chancen für ein rasches Ende des Ceta-Dramas. "Ich glaube nicht, dass wir diese Woche noch eine Lösung haben werden", sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Dienstag im Deutschlandfunk. Obwohl der für Donnerstag geplante EU-Kanada-Gipfel zur Unterzeichnung des umstrittenen Handelspakts Ceta noch nicht abgesagt ist, glaubt man in Brüssel kaum noch an diesen Termin. "Wir sind nicht naiv", sagte ein EU-Vertreter am Dienstag.

ESM gibt 2,8 Milliarden Euro für Griechenland frei

LUXEMBURG - Das hoch verschuldete Griechenland bekommt weitere Unterstützung der internationalen Geldgeber. Das Leitungsgremium des Europäischen Stabilitätsmechanismus' (ESM) gab am Dienstag offiziell grünes Licht für die Auszahlung von 2,8 Milliarden Euro. Die Entscheidung sei ein Zeichen dafür, dass Griechenland stetige Reformfortschritte mache, sagte ESM-Chef Klaus Regling. Wenn das Land diesen Weg fortsetze, könne das griechische Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr anziehen.

ROUNDUP/Jobmotor Mittelstand: Erstmals mehr als 30 Millionen Beschäftigte

FRANKFURT - Die robuste Konjunktur im Inland treibt die Geschäfte mittelständischer Unternehmen in Deutschland an und sorgt für einen Beschäftigungsrekord. Die Zahl der Mitarbeiter wird der Förderbank KfW zufolge in diesem Jahr erstmals über die Marke von 30 Millionen steigen. "Der Anteil des Mittelstandes an der gesamten Erwerbstätigkeit war mit 69 Prozent noch nie so groß", sagte Chefvolkswirt Jörg Zeuner am Dienstag in Frankfurt bei der Präsentation des aktuellen KfW-Mittelstandspanels. Großunternehmen und der öffentliche Bereich hätten die Zahl der Mitarbeiter dagegen zuletzt um rund 180 000 reduziert.

EVP-Fraktionschef Weber: Über Verträge muss EU-Parlament entscheiden

BERLIN - Der EVP-Fraktionschef Manfred Weber hat angesichts des Ceta-Desasters gefordert, dass nur das EU-Parlament über Verträge der Europäischen Union mit Drittstaaten entscheidet. Derzeit müssten daran 30 Parlamente beteiligt werden. "Das kann in Zukunft nicht das Regelverfahren sein", sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen).

Frankreich: Geschäftsklima bleibt gleich

PARIS - In Frankreich hat sich die Unternehmensstimmung im Oktober nicht verändert. Der Index für das Geschäftsklima habe bei 101 Punkten stagniert, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag mit. Volkswirte hatten hingegen 102 Punkte erwartet.

Griechischen Rentenkassen droht der Zusammenbruch

ATHEN - Zehntausende Freischaffende und Unternehmen können in Griechenland ihre Rentenbeiträge nicht mehr zahlen. Die Schulden an die Rentenkassen erreichten im Oktober fast 17 Milliarden Euro. Dies teilte die größte griechische Rentenkasse IKA mit. Der Bericht wurde am Dienstag in der griechischen Presse veröffentlicht.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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