dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 25.10.2016

Dienstag, 25.10.2016 17:09 von

USA: Verbrauchervertrauen trübt sich überraschend deutlich ein

WASHINGTON - Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich im Oktober überraschend deutlich eingetrübt. Der vom Conference Board erhobene Indikator fiel um 4,9 Punkte auf 98,6 Punkte, wie das private Marktforschungsinstitut am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 101,5 Punkte gerechnet.

USA: Hauspreise steigen stärker als erwartet - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Die Preise am US-Häusermarkt sind im August gemessen am Case-Shiller-Index stärker gestiegen als erwartet. Im Jahresvergleich legten die Preise in den zwanzig größten Ballungsgebieten um 5,13 Prozent zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Bankvolkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs um 5,00 Prozent erwartet. Im Vormonat hatten die Preise um revidierte 5,02 (zunächst 4,98) Prozent zugelegt.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt stärker als erwartet

NEW YORK - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise im August stärker fortgesetzt als erwartet. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Hauspreise um 0,5 Prozent gestiegen.

ROUNDUP 2: Weiter robuster Aufschwung - Ifo-Index erneut gestiegen

MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich auch im Oktober weiter verbessert und den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Der Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas fiel aber nicht mehr so stark aus wie im Vormonat. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer legte zum Vormonat um 1,0 Punkte auf 110,5 Zähler zu, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit April 2014. Volkswirte hatten nur einen leichten Anstieg auf 109,6 Punkte erwartet.

Frankreich: Geschäftsklima bleibt gleich

PARIS - In Frankreich hat sich die Unternehmensstimmung im Oktober nicht verändert. Der Index für das Geschäftsklima habe bei 101 Punkten stagniert, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag mit. Volkswirte hatten hingegen 102 Punkte erwartet.

ROUNDUP: Verhandlungen bis zum Gipfel: EU und Kanada kämpfen weiter für Ceta

BRÜSSEL/MONTREAL - Die Zitterpartie um Ceta geht noch einmal in die Verlängerung: Da die EU und Kanada überraschend doch an dem für Donnerstag geplanten EU-Kanada-Gipfel festhalten, werden weitere Verhandlungen mit den belgischen Kritikern des Freihandelspakts erwartet. Vertreter der Wallonie und andere Ceta-Gegner hatten am Montag ihr Veto gegen das Abkommen mit Kanada bekräftigt. Ohne ihr Einverständnis kann die belgische Föderalregierung das Vertragswerk nicht unterzeichnen - was wiederum das gesamte Abkommen blockiert.

Juncker-Kommission plant Initiativen zu Jobs und Sicherheit

STRASSBURG - Die EU-Kommission erklärt in ihrem Arbeitsprogramm für nächstes Jahr wiederum Jobs und Wachstum zur obersten Priorität. Dafür plant sie unter anderem eine Jugendinitiative und einen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, wie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Dienstag mitteilte. "Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wichtig sind, konkrete Aktionen, die das Leben der Menschen verbessern", erklärte Juncker. Ziel sei eine positive Agenda vor dem 60. Jubiläum der Römischen Verträge im März.

ROUNDUP/Jobmotor Mittelstand: Erstmals mehr als 30 Millionen Beschäftigte

FRANKFURT - Die robuste Konjunktur im Inland treibt die Geschäfte mittelständischer Unternehmen in Deutschland an und sorgt für einen Beschäftigungsrekord. Die Zahl der Mitarbeiter wird der Förderbank KfW zufolge in diesem Jahr erstmals über die Marke von 30 Millionen steigen. "Der Anteil des Mittelstandes an der gesamten Erwerbstätigkeit war mit 69 Prozent noch nie so groß", sagte Chefvolkswirt Jörg Zeuner am Dienstag in Frankfurt bei der Präsentation des aktuellen KfW-Mittelstandspanels. Großunternehmen und der öffentliche Bereich hätten die Zahl der Mitarbeiter dagegen zuletzt um rund 180 000 reduziert.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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