dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 22.11.2016

Dienstag, 22.11.2016 17:12 von

Eurozone: Verbrauchervertrauen verbessert sich deutlich stärker als erwartet

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im November deutlich stärker als erwartet verbessert. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Punkte auf minus 6,1 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf minus 7,8 Punkte erwartet. Der Anstieg im November ist der dritte in Folge. Der Indikator liegt über dem langfristigen Durchschnitt.

USA: Verkäufe bestehender Häuser überraschend gestiegen

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat habe die Zahl um 2,0 Prozent auf das Jahr hoch gerechnete 5,60 Millionen Häuser zugelegt, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Dienstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem Rückgang um 0,6 Prozent gerechnet. Bereits im September war der Verkauf der bestehenden Häuser um revidiert 3,6 Prozent (zuvor 3,2 Prozent) gestiegen.

ROUNDUP 3: Nach schwerem Beben in Fukushima-Region bleibt Katastrophe aus

FUKUSHIMA - Bei einem neuen schweren Erdbeben in der japanischen Katastrophenregion Fukushima sind die Einwohner von verheerenden Folgen verschont geblieben.

ROUNDUP 2: Trump will aus Handelsabkommen TPP aussteigen

NEW YORK - Schon am ersten Tag seiner Amtszeit will der designierte US-Präsident Donald Trump das transpazifische Handelsabkommen TPP kippen. Das kündigte er am Montag in einer Videobotschaft zu seinem Programm der ersten 100 Tage an. Die Nachricht löste bei den US-Handelspartnern in Asien starke Irritationen aus.

Iran: Banken weiterhin Hauptproblem bei Geschäften mit Europa

TEHERAN - Die iranische Regierung beklagt weiter die Weigerung der Großbanken, Iran-Geschäfte zu finanzieren. "Das mit den Banken ist weiterhin die größte Herausforderung für uns", sagte Vizeaußenminister Madschid Tacht Rawanchi in einem Interview in der Dienstag-Ausgabe der Tageszeitung "Etemad". Obwohl nach dem Atomabkommen von 2015 auch die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben wurden, weigern sich die Banken immer noch, teilweise bereits ausgehandelte Iran-Deals mit Europa zu finanzieren. Die Schuld daran liegt laut Rawanchi bei den USA.

Indiens Premierminister: 'Bargeldreform der Anfang, nicht das Ende'

NEU DELHI - Der indische Premierminister Narendra Modi hat angekündigt, dass die radikale Bargeldreform seiner Regierung nur die erste von vielen Maßnahmen in einem "Krieg gegen Schwarzgeld" sei. In einer Ansprache an Politiker seiner eigenen Partei BJP am Dienstag verteidigte er die viel kritisierte Reform: "Es wird Wohlstand für die Armen geben."

DZ Bank rechnet mit weniger Wachstum im Euroraum

FRANKFURT - Trotz einer allmählich anziehenden Weltwirtschaft rechnet die DZ Bank mit einer Abkühlung des Wirtschaftswachstums in der Eurozone und in Deutschland. "Die anstehenden Brexit-Verhandlungen, das Ergebnis der US-Wahl und der zunehmende Populismus in Europa lasten auf der Stimmung", sagte Chefvolkswirt Stefan Bielmeier am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresprognose des Instituts für 2017. Die Weltwirtschaft insgesamt dürfte hingegen durch eine expansivere Fiskalpolitik Impulse bekommen. Einige Sorgen wegen der Folgen der anstehenden US-Präsidentschaft Donald Trumps hält Bielmeier für übertrieben.

Chefvolkswirt der DZ Bank warnt vor neuer Eurokrise

FRANKFURT - Der Chefvolkswirt der DZ Bank sieht die Gefahr einer neu aufflammenden Eurokrise. "Wenn die strukturellen Ungleichgewichte künftig nicht ausgeglichen werden, dann sehe ich uns schon in eine neue Eurokrise gelangen", sagte Stefan Bielmeier am Dienstag in Frankfurt. Diese drohe zwar nicht sofort, womöglich aber ab dem Jahr 2018 oder 2019. "Dann werden wir vor der Frage stehen: Gehen wir stärker in eine Transferunion oder lösen wir die strukturellen Probleme?"

IW: Deutsche Wirtschaft wächst 2017 weniger stark als 2016

BERLIN - Die Wirtschaft der Bundesrepublik dürfte laut einer Prognose des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wegen einer größeren weltweiten Unsicherheit im nächsten Jahr nur noch um ein Prozent wachsen. Für dieses Jahr gehen die arbeitgebernahen Ökonomen noch davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,75 Prozent zulegt. Der angekündigte EU-Austritt Großbritanniens und der Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl verstärkten die globale Verunsicherung, teilte das IW am Dienstag in Berlin mit.

ROUNDUP/Mehr Reiche und Superreiche: Ungleichheit wächst laut Studie

ZÜRICH/FRANKFURT - Die Menschen in Deutschland werden dank des Immobilienbooms einer Studie zufolge reicher. Das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem stieg in diesem Jahr gegen den weltweiten Trend um 2,8 Prozent auf 185 175 Dollar (Dollarkurs) (rund 174 157 Euro), wie aus dem am Dienstag veröffentlichten "Global Wealth Report" der Schweizer Großbank Crédit Suisse hervorgeht. Deutschland verzeichnete damit nach Japan und den USA den drittstärksten Zuwachs. Vor allem die Zahl der Reichen und Superreichen stieg kräftig. Weltweit ging die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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