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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 18.10.2016

Dienstag, 18.10.2016 17:13 von

ROUNDUP/USA: Inflation steigt auf Zweijahreshoch

WASHINGTON - In den USA hat sich der allgemeine Preisauftrieb deutlich verstärkt. Nach Regierungszahlen vom Dienstag stieg die jährliche Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren. Dass die anziehende Inflation die US-Notenbank Fed unter Zugzwang setzen könnte, ist jedoch wenig wahrscheinlich. Fed-Chefin Janet Yellen hat schon durchblicken lassen, dass selbst ein zeitweiser Anstieg über das Inflationsziel der Notenbank hinaus kein großes Problem wäre.

USA: NAHB-Hausmarktindex gibt leicht nach

WASHINGTON - Die Lage am US-Häusermarkt hat sich im Oktober etwas eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um zwei Punkte auf 63 Zähler gesunken, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) am Dienstag mit. Volkswirte hatten mit dem leichten Rückgang gerechnet. Im September hatte der Indikator noch mit 65 Punkten den höchsten Wert seit Oktober 2015 erreicht.

Spanien: Sozialisten entscheiden über Tolerierung von Rajoy-Regierung

MADRID - In die seit zehn Monaten stockenden Bemühungen um eine Regierungsbildung in Spanien kommt Bewegung. Die Sozialisten (PSOE) wollen am Sonntag entscheiden, ob sie eine konservative Minderheitsregierung unter Mariano Rajoy tolerieren. Der Termin für das Treffen des Bundeskomitees der Partei wurde vom PSOE-Interimsvorstand am Dienstag in Madrid festgelegt.

Großbritannien: Inflation steigt auf den höchsten Stand seit November 2014

LONDON - Die Inflation in Großbritannien ist im September auf den höchsten Stand seit seit November 2014 gestiegen. Die Verbraucherpreise stiegen zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Schnitt eine Inflationsrate von 0,9 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte die Teuerung noch bei 0,6 Prozent gelegen.

ROUNDUP 2: EU-Minister vertagen Entscheidung über Ceta-Abkommen

LUXEMBURG - Die Europäische Union hat die endgültige Entscheidung über den Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens mit Kanada (Ceta) vertagt. Bei einem Handelsministertreffen in Luxemburg konnten am Dienstag nicht alle Vorbehalte von Mitgliedstaaten ausgeräumt werden. Die Diskussionen sollten nun fortgesetzt werden, um das Abkommen doch noch wie geplant am Donnerstag nächster Woche unterzeichnen zu können, teilte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström mit.

ROUNDUP: Preise für Wohneigentum stark gestiegen

BREMEN - Wohneigentum ist in der Stadt Bremen deutlich teurer geworden. Wie in anderen deutschen Großstädten stiegen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser an, wie der Immobilienverband Deutschland IVD mit Verweis auf eine aktuelle Erhebung mitteilte. Auch in Niedersachsen muss für ein Eigenheim immer tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Schäuble: Rettungsfonds ESM zu Währungssystem entwickeln

BERLIN - Der Euro-Rettungsfonds ESM sollte aus Sicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) "ein Stück weit zu einem europäischen Währungssystem" weiter entwickelt werden. Elemente auch präventiver Art müssten stärker entwickelt werden, sagte Schäuble am Dienstag in Berlin. Wenigstens im Währungssystem sollte es die Möglichkeit geben, Entscheidungen von Mitgliedstaaten tatsächlich viel stärker zu beeinflussen.

Absturz des Pfunds nach Brexit-Votum reißt Loch in den EU-Haushalt

BRÜSSEL - Der Kursverfall des Pfunds nach dem Brexit-Votum hat im Haushalt der Europäischen Union ein Loch von mehreren hundert Millionen Euro aufgerissen. Darauf wies der für den Haushalt zuständige Berichterstatter im EU-Parlament, der SPD-Politiker Jens Geier, am Dienstag in Brüssel hin.

EZB: Kreditnachfrage steigt weiter

FRANKFURT - Die Nachfrage nach Bankkrediten im Euroraum ist im dritten Quartal weiter gestiegen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag auf Grundlage einer Umfrage mitteilte, erhöhte sich die Kreditnachfrage sowohl seitens der Unternehmen als auch seitens der privaten Haushalte. Einen wichtigen Grund für die Entwicklung sieht die Notenbank in den niedrigen Zinsen, die sie mit ihrer lockeren Geldpolitik mitbestimmt.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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