dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 09.09.2016

Freitag, 09.09.2016 17:13 von

ROUNDUP: Exporte brechen im Juli ein - Außenhandelsverband BGA: 'Bruchlandung'

WIESBADEN/BERLIN - Die Exportnation Deutschland ist extrem schlecht ins zweite Halbjahr gestartet: Im Juli brachen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10 Prozent ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das war nach Angaben der Wiesbadener Behörde der höchste Rückgang in einem Monat seit Oktober 2009 (minus 18,3 Prozent). Dabei war der deutsche Außenhandel mit allen betrachteten Absatzregionen schwächer als vor Jahresfrist.

US-Notenbanker warnt vor Überhitzung der Wirtschaft

QUINCY - Ein ranghoher amerikanische Notenbanker hat vor den Gefahren einer zu langsamen geldpolitischen Straffung gewarnt. Zwar helfe die immer noch lockere Geldpolitik der US-Notenbank, die Lage am Arbeitsmarkt zu verbessern und das Inflationsziel der Fed zu erreichen, sagte der regionale Fed-Chef von Boston, Eric Rosengren, am Freitag in Quincy (Massachusetts). "Aber sie erhöht auch das Risiko einer Überhitzung der Wirtschaft."

Spanien: Industrieproduktion steigt überraschend

MADRID - Die spanische Industrie hat ihre Produktion im Juli überraschend ausgeweitet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Produktion um 0,2 Prozent gestiegen, teilte das spanische Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel mit einer Stagnation gerechnet. Im Juni war die Produktion ebenfalls um 0,2 Prozent zum Vormonat gestiegen.

Frankreich: Industrieproduktion überraschend erneut gefallen

PARIS - In Frankreich ist die Industrieproduktion im Juli erneut überraschend gesunken. Die Produktion sei im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent geschrumpft, teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mit. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im Juni war die Produktion um revidierte 0,7 Prozent (zunächst -0,8%) gefallen. Der Rückgang im Juli ist der dritte in Folge.

China: Inflation weiter unter Vorgabe - Hoffnungsschimmer bei Produzentenpreisen

PEKING - Chinas Verbraucherpreise sind im August erneut nicht so stark gestiegen wie von der Regierung erhofft. Die am Freitag veröffentlichte jährliche Inflationsrate von 1,3 Prozent fiel zudem auf den tiefsten Stand seit vielen Monaten. Experten hatten mit einem Anstieg von 1,7 Prozent gerechnet. Das deutet auf eine verhaltene Nachfrage der Verbraucher hin. Das Regierungsziel liegt bei drei Prozent. Anlass zur Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft gibt dagegen die Entwicklung der Erzeugerpreise.

USA: Volumen der Verbraucherkredite steigt im Juli etwas mehr als erwartet

WASHINGTON - In den USA hat sich das Volumen der Verbraucherkredite im Juli etwas deutlicher ausgeweitet als Experten erwartet hatten. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 17,7 Milliarden US-Dollar zugenommen, teilte die US-Notenbank am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Zuwachs um 16,0 Milliarden Dollar (Dollarkurs) gerechnet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidiert 14,5 Milliarden Dollar (zuvor 12,3 Milliarden Dollar) gestiegen./he

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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