dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 07.11.2016

Montag, 07.11.2016 17:13 von

Eurogruppen-Chef hofft auf IWF-Entscheidung zu Griechenland-Hilfen

BRÜSSEL - Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hofft bis Ende des Jahres auf Klarheit bei der Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) am griechischen Rettungsprogramm. "Es ist wichtig, so viel Fortschritt wie möglich zu machen, damit der IWF Klarheit bekommt", sagte Dijsselbloem bei einem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel.

ROUNDUP 2: Luxemburg bringt Wirtschaftssanktionen gegen Türkei ins Spiel

ISTANBUL - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat die Entwicklungen in der Türkei mit denen in der Nazi-Zeit verglichen und mögliche Wirtschaftssanktionen gegen Ankara ins Spiel gebracht. Zum Vorgehen der Regierung unter dem von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ausgerufenen Ausnahmezustand sagte Asselborn am Montag im Deutschlandfunk: "Das sind Methoden, das muss man unverblümt sagen, die während der Nazi-Herrschaft benutzt wurden." Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, die Bundesregierung werde sich an einer "Sanktionsdebatte" jetzt nicht beteiligen.

ROUNDUP: Luxemburg bringt Wirtschaftssanktionen gegen Türkei ins Spiel

ISTANBUL - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat die Entwicklungen in der Türkei mit denen in der Nazi-Zeit verglichen und mögliche Wirtschaftssanktionen gegen Ankara ins Spiel gebracht. Zum Vorgehen der Regierung unter dem von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ausgerufenen Ausnahmezustand sagte Asselborn am Montag im Deutschlandfunk: "Das sind Methoden, das muss man unverblümt sagen, die während der Nazi-Herrschaft benutzt wurden." Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, die Bundesregierung werde sich an einer "Sanktionsdebatte" jetzt nicht beteiligen.

ROUNDUP: Russland und China wollen wirtschaftliche Kooperation ausbauen

ST. PETERSBURG - Russland und China wollen ihren schrumpfenden bilateralen Handel schnell wieder wachsen lassen. Das vereinbarten die Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew und Li Keqiang am Montag bei Regierungskonsultationen in St. Petersburg. Im Handel solle immer mehr in den eigenen Währungen Yuan und Rubel statt in US-Dollar oder Euro abgerechnet werden. Die Weltwirtschaft laufe schwach, sagte Medwedew der Agentur Interfax zufolge. "Das zeigt sich auch in unserer bilateralen Bilanz."

US-WAHL/GESAMT-ROUNDUP: Die Stunden der Entscheidung - Clinton als Favoritin

WASHINGTON - Die USA und die Welt stehen vor einem Herzschlagfinale: Die Demokratin Hillary Clinton ging an diesem Dienstag als Favoritin in den Tag der Präsidentschaftswahl - aber ein Sieg gegen den Republikaner Donald Trump war keineswegs gewiss. Beide Kandidaten schlugen sich bis zuletzt mit Skandalen und historisch schlechten Beliebtheitswerten herum. Dem Ausgang der Wahl wird weltweit entgegengefiebert. Die Sorge vor einem Sieg des Populisten Trump war groß, vor allem in Europa.

ROUNDUP: Großaufträge belasten deutschen Auftragseingang

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat im September vor allem wegen unterdurchschnittlicher Großaufträge weniger Aufträge als im Vormonat erhalten. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, gingen die Gesamtaufträge im Vergleich zum August um 0,6 Prozent zurück. Analysten hatten dagegen einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Der Anstieg im Vormonat wurde leicht von 1,0 auf 0,9 Prozent korrigiert.

Berlin will sich an Türkei-'Sanktionsdebatte' nicht beteiligen

BERLIN - Deutschland will nach dem massiven Vorgehen des türkischen Staates gegen die Opposition derzeit nicht über mögliche Wirtschaftssanktionen sprechen. Die Bundesregierung werde sich an einer "Sanktionsdebatte" jetzt nicht beteiligen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Was wir brauchen, ist eine klare und gemeinsame europäische Haltung." Der Türkei müssten jetzt in Gesprächen die Folgen klargemacht werden, die Repression der Pressefreiheit und der Opposition für die Beziehungen zur Europäischen Union hätten.

ROUNDUP: China verschärft Kontrolle über Cyberraum - Viele Details offen

PEKING - Chinas Volkskongress hat ein umstrittenes Gesetz zur Verschärfung der Cybersicherheit verabschiedet. Es ermächtigt die Behörden, besser auf Gefahren wie Hacker-Angriffe oder Internet-Terrorismus zu reagieren und "die Ordnung und Sicherheit des Cyberraums" zu sichern, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag in Peking berichtete. Bei ausländischen Unternehmen und Menschenrechtsgruppen kommt das Gesetz gar nicht gut an, denn die vagen Formulierungen lassen der Regierung Spielraum in der Auslegung.

ROUNDUP: UN sehen Lösung der Zypernfrage in greifbarer Nähe

MONT PÈLERIN/NIKOSIA - Neue Hoffnung für die Überwindung der jahrzehntelangen Teilung Zyperns: Eine Lösung der ungeklärten Frage sei in greifbarer Nähe, erklärte am Montag UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Beginn einer weiteren Verhandlungsrunde im schweizerischen Ferienort Mont Pèlerin. Ein Hauptthema ist die Rückgabe von türkischen Truppen besetzter Gebiete an die griechischen Zyprer.

Migrations-Zusammenarbeit: EU-Kommissar kündigt Afrika-Reise an

ROM - Der EU-Innenkommissar und der italienische Außenminister wollen gemeinsam nach Afrika reisen, um die Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern von Migranten zu verbessern. Am 10. und 11. November wollen sie Niger, Mali und Senegal besuchen, wie Dimitris Avramopoulos und Paolo Gentiloni in der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Montag) schrieben. "Unsere Mission zielt auf die Stärkung der Partnerschaft mit jedem der drei Länder ab, um gemeinsam Migrationsflüsse besser kontrollieren zu können", hieß es in dem Artikel.

DGAP-News: KFM Deutsche Mittelstand AG: 'KFM-Unternehmens-Barometer - Die PCC SE' (Update) (deutsch)

DGAP-News: KFM Deutsche Mittelstand AG / Schlagwort(e): Fonds/Anleihe

Eurozone: Anlegerstimmung verbessert sich deutlich - Sentix

FRANKFURT - Die Anlegerstimmung im Euroraum hat sich im November spürbar verbessert. Wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag mitteilte, stieg das von ihm erhobene Konjunkturbarometer um 4,6 auf 13,1 Punkte. Das ist der höchste Wert in diesem Jahr. Sowohl die Lagebewertung als auch die Erwartungshaltung verbesserten sich.

Spanien: Industrieproduktion geht zurück

MADRID - Die spanische Industrie hat ihre Produktion im September spürbar eingeschränkt. Wie das Statistikamt INE am Montag mitteilte, lag die Herstellung 1,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur um 0,5 Prozent. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 1,4 auf 1,6 Prozent korrigiert. Im Jahresvergleich wuchs die Industrieproduktion im September um bereinigt 0,8 Prozent, nach starken 4,3 Prozent im Vormonat.

Deutschland: Industrie erhält weniger Aufträge

WIESBADEN - Die deutsche Industrie hat im September weniger Aufträge erhalten als zuletzt. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, gingen 0,6 Prozent weniger Aufträge ein als im August. Analysten hatten dagegen im Mittel einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Außerdem wurde der Anstieg vom Vormonat August leicht von 1,0 auf 0,9 Prozent nach unten revidiert.

ROUNDUP 2: Klimakonferenz in Marrakesch - 'Die Augen der Welt ruhen auf uns!'

MARRAKESCH - Mit leidenschaftlichen Aufrufen zum Kampf gegen die Erderwärmung hat die Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch begonnen. "Untätigkeit und der Status quo sind keine Optionen", sagte die neue UN-Klimachefin Patricia Espinosa am Montag vor Delegierten aus knapp 200 Ländern. Der marokkanische Außenminister und Konferenzchef Salaheddine Mezouar mahnte: "Die Augen der Welt ruhen auf uns!"

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst./jsl