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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 03.11.2016

Donnerstag, 03.11.2016 17:24 von

ROUNDUP 2/Urteil: Britisches Parlament muss Brexit-Verhandlungen zustimmen

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May muss die Zustimmung des Parlaments in London für die geplanten EU-Austrittsverhandlungen mit Brüssel einholen. Das entschied der Londoner High Court am Donnerstag. Die Londoner Regierung zeigte sich "enttäuscht" über das Urteil und kündigte an, vor die nächste Instanz zu ziehen. Damit muss nun noch der britische Supreme Court - das höchste Gericht des Landes - endgültig über den Streit entscheiden.

ROUNDUP 2: Bank of England lässt Geldpolitik unverändert - künftiger Kurs offen

LONDON - Die vom Brexit-Votum bislang unbeeindruckte Wirtschaft in Großbritannien hat den Währungshütern Gelegenheit für eine Verschnaufpause gegeben. Die Geldpolitik werde nicht weiter gelockert, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Es sei aber viel zu früh, um über den Brexit ein Urteil zu fällen, sagte Notenbankchef Mark Carney bei einer Pressekonferenz. Der künftige Kurs der BoE ist noch völlig unklar.

USA: Stimmung der Dienstleister trübt sich deutlich ein

WASHINGTON - Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im Oktober deutlich verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel von 57,1 Punkten im Vormonat auf 54,8 Punkte, wie das Institut am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf lediglich 56,0 Punkte gerechnet.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Aufträge für die US-Industrie sind im September stärker gestiegen als erwartet. Die Neuaufträge seien um 0,3 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Eurozone: Arbeitslosigkeit im Euroraum stagniert

LUXEMBURG - Die Arbeitslosenquote im Euroraum schafft es weiter nicht unter die symbolische Zehn-Prozent-Marke. In den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung waren im September rund 16,18 Millionen Menschen ohne Job. Dies entspricht einer im Vergleich zum Vormonat unveränderten Quote von 10,0 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte.

USA: Produktivität im dritten Quartal überraschend stark gestiegen

WASHINGTON - Bei der zuletzt schwachen Entwicklung der Produktivität in den USA gibt es wieder ein Zeichen der Besserung. Zahlen des amerikanischen Arbeitsministeriums vom Donnerstag zufolge ist die Produktivität, also die Produktion je Arbeitsstunde, im dritten Quartal um 3,1 Prozent gestiegen. Analysten hatten nur mit einem Zuwachs um 2,1 Prozent gerechnet.

EZB-Bankaufseher nehmen kleine Institute stärker ins Visier

FRANKFURT - Auch die kleinen Banken in der Eurozone sollen künftig stärker nach einheitlichen Kriterien überwacht werden. Die Bankaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) legten am Donnerstag ihre Pläne vor, wie die Kontrolle über die Institute stärker harmonisiert werden soll. Ziel sei es, die Verlässlichkeit der Aufsicht insgesamt zu stärken und die Bedingungen für das Bankgeschäft in der Eurozone vergleichbarer zu machen. Mit der Vorlage der Vorschläge beginnt nun der öffentliche Beratungsprozess. Im Frühjahr 2017 sollen die Regeln endgültig feststehen.

ROUNDUP: Schäuble verschärft Kampf gegen Steuerbetrug über Briefkastenfirmen

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht schärfer gegen Steuerbetrug über Briefkastenfirmen vor und setzt damit Vereinbarungen mit den Ländern um. Seine Gesetzespläne sehen strengere Meldepflichten für Steuerzahler und Banken sowie höhere Strafen bei Verstößen vor. Finanzinstitute sollen zudem für Steuerausfälle in Haftung genommen werden. Geplant sind erweiterte Auskunftspflichten und Ermittlungsbefugnisse für den Fiskus. In der Koalition wird mit Widerstand aus der Wirtschaft gerechnet.

Großbritannien: Stimmung der Dienstleister hellt sich deutlich auf

LONDON - Die Stimmung der britischen Dienstleister hat sich im Oktober deutlich verbessert. Der vom Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex stieg um 1,9 Punkte auf 54,5 Zähler, wie Markit am Donnerstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Mittel mit einem leichten Rückgang auf 52,5 Punkte gerechnet. Nach dem Brexit-Votum vom Juni war der Indikator zunächst eingebrochen, seither hat er sich aber stark erholt. Aktuell liegt er auf dem höchsten Niveau seit Januar.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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