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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 02.11.2016

Mittwoch, 02.11.2016 17:06 von

ROUNDUP 2/Steuerschätzer: 2016 nochmals Zusatzplus in den Staatskassen

BERLIN/NÜRNBERG - Bund, Länder und Kommunen müssen sich in den nächsten Jahren auf weniger üppige Zusatzeinnahmen bei den Steuern einstellen. Das Steueraufkommen dürfte zwar auch in den kommenden Jahren von Rekord zu Rekord zulegen. Experten gehen aber davon aus, dass das Plus kaum stärker ausfällt als bisher erwartet, wie zu Beginn der Steuerschätzung am Mittwoch in Nürnberg deutlich wurde.

ROUNDUP 2: Merkel weist Kritik der 'Weisen' zurück - 'Immer Zeit für Reformen'

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Kritik der "Wirtschaftsweisen" an mangelnden Reformen der schwarz-roten Koalition zurückgewiesen. "Für uns ist immer Zeit für Reformen", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin bei der Entgegennahme des Jahresgutachtens der Regierungsberater. Bei der Beurteilung von Reformen gebe es sicher Differenzen zwischen Ökonomen und der Politik. Eine "gewisse Reibung konstruktiver Art" sei aber nötig.

Renzi bekräftigt Rücktritts-Absicht bei Scheitern des Referendums

ROM - Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat seine Rücktritts-Absicht bekräftigt, falls er bei dem Verfassungsreferendum im Dezember scheitert. "Ich will nicht darüber sprechen, was ich tun werde. Was ich tun werde, war immer klar", sagte Renzi in einem Radiointerview am Mittwoch. "Ich habe ein großes Selbstvertrauen, manche sagen, zu groß. Aber mir ist bewusst, dass mein persönliches Schicksal weit weniger wichtig ist als die Verfassungsreform, die für unsere Kinder ist."

ROUNDUP/Klimaschutz: Merkel lässt sich von SPD nicht aus der Reserve locken

BERLIN - Im Koalitionsstreit um den Klimaschutzplan hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine rasche Lösung angemahnt. Ein von der SPD gefordertes Machtwort sprach die CDU-Chefin am Mittwoch jedoch nicht. "Ich würde mir wünschen, dass wir sehr zeitnah diesen Klimaschutzplan abschließen können", sagte Merkel nach einem Treffen mit dem Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann.

USA: Beschäftigung im Privatsektor wächst schwächer als erwartet - ADP

WASHINGTON - Der US-Arbeitsmarkt hat sich laut einer Umfrage eines privaten Instituts im Oktober schwächer entwickelt als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor sei um 147 000 gestiegen, teilte der private Jobdienstleister ADP am Mittwoch mit. Ökonomen hatten im Schnitt mit 165 000 Stellen gerechnet. Der Wert für den Vormonat September wurde unterdessen von ursprünglich gemeldeten 154 000 auf 202 000 deutlich nach oben revidiert.

Lawrow lobt Athen für skeptische Haltung zu Russland-Sanktionen

ATHEN - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Griechenland für dessen skeptische Haltung zu Sanktionen des Westens gegen Russland gelobt. "Wir schätzen die Haltung Griechenlands sehr, nicht mit der Politik der Sanktionen (der EU und des Westens gegen Russland) einverstanden zu sein", sagte Lawrow am Mittwoch bei einem offiziellen Besuch in Athen. Sein griechischer Kollege Nikos Kotzias betonte, es könne in Europa kein Sicherheitssystem ohne Russland geben. Beide Länder wollten sich weiter für den Frieden in Europa und im Nahen Osten einsetzen, sagten beide Politiker.

Anteil staatlicher Investoren aus China in Deutschland steigt

CHENGDU - Der Anteil staatlicher Akteure bei chinesischen Investitionen in Deutschland steigt. Auch wächst die Zahl der Übernahmen in technologieintensiven Branchen, wie am Mittwoch aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht. Nach einer Prognose könnten chinesische Unternehmen im Jahr 2025 bereits 4,3 Milliarden US-Dollar in Deutschland investieren.

ROUNDUP: Arbeitslosenzahl sinkt im Oktober auf 2,54 Millionen

NÜRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist erneut kräftig gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte im Oktober 2,54 Millionen Erwerbslose, wie die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Das waren 68 000 Jobsucher weniger als im September und 109 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent zurück.

Eurozone: Industriestimmung legt auf breiter Front zu

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen des Euroraums hat sich im Oktober stärker als erwartet aufgehellt. Der auf einer Umfrage basierende Einkaufsmanagerindex stieg um 0,9 Punkte auf 53,5 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. In einer ersten Erhebung war lediglich ein Anstieg auf 53,3 Punkte ermittelt worden. Der Indikator liegt damit merklich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Deutsche Chemieindustrie senkt Umsatzprognose erneut - Geschäft bleibt schwach

FRANKFURT - Die deutsche Chemieindustrie blickt wegen der Schwäche in den Schwellenländern und dem Preisdruck pessimistischer auf das laufende Jahr. "Die wirtschaftlichen Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild", sagte der neue Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Kurt Bock, am Mittwoch laut Mitteilung. Es seien kaum Indizien für eine nachhaltige Belebung zu sehen. Im laufenden Jahr dürfte der Umsatz um 3 Prozent auf 183 Milliarden Euro sinken und damit doppelt so stark wie im Sommer erwartet. Dabei dürften sich Chemikalien weiter um 2,0 Prozent verbilligen und die Produktion leicht um 0,5 Prozent erhöhen.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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