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Donald Trump lässt die Ölpreise purzeln

Montag, 14.11.2016 21:00 von

Obwohl die Opec an ihrer Förderkürzung bastelt, fallen die Ölpreise. Das liegt nicht nur an den Zweifeln am Abkommen: Der kommende US-Präsident Donald Trump hat der Branche ein wichtiges Versprechen gegeben.

Für das Kartell der erdölexportierenden Staaten (Opec) kommt Donald Trump ungelegen. Während die Opec noch darüber streitet, wie sie überhaupt zu einer Förderkürzung finden wird, um die Preise wieder steigen zu lassen, droht der gewählte und ab 20. Januar 2017 amtierende US-Präsident alle Maßnahmen zu torpedieren.

„Stellt euch eine Welt vor, in der weder unsere Feinde noch das Ölkartell Energierohstoffe weiter als Waffe gebrauchen können“, sagte Trump schon am 26. Mai 2016 auf der Petroleum Conference in North Dakota. Der US-Bundesstaat ist einer der boomenden Schieferöl-Regionen des Landes. Seine Versprechungen über komplette Energie-Unabhängigkeit finden dort rauschenden Applaus. „Künftig werden und bleiben wir völlig unabhängig von Importen der Opec oder anderen Nationen, die unseren Interessen feindlich gegenüberstehen.“

Damit die Schieferölindustrie auch liefern kann, was Trump verspricht, will der Republikaner Umweltauflagen senken und Regulierungen abschaffen. Die Mehreinnahmen verspricht der Republikaner, in Schulen und Infrastruktur zu investieren. Wie genau das passieren soll, welche Auflagen abgeschafft und welche Anreize die Unternehmen erhalten sollen, ist knapp eine Woche nach den US-Wahlen noch unklar. Klar scheint bislang nur: In den USA soll bald wieder mehr Öl (Rohöl) fließen. Macht Trump seine Ankündigungen wahr, droht der Preis für Öl weiter zu fallen. Es käme zum Déjà-vu: Schließlich waren es vor allem die Schieferöl-Produzenten aus den USA, die den Ölpreis von Mitte 2014 bis Anfang 2016 zeitweise geviertelt haben.

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