Dividendenverdopplung wird angepeilt

Freitag, 04.11.2016 16:40 von

Dank niedriger Risikokosten verzeichnet die Erste Group im dritten Quartal einen gesteigerten Nettogewinn. Die Dividende soll für dieses Jahr auf einen Euro pro Aktie verdoppelt werden. Der Kurs stürzte trotzdem ab.

Das österreichische Geldhaus Erste Group hat im dritten Quartal dank historisch niedriger Risikokosten den Konzerngewinn gesteigert. Damit sei man auf einem guten Weg, das Jahresziel – eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über zwölf Prozent – zu erreichen, teilte der Wiener Konzern am Freitag mit. Den Aktionären stellte Vorstandschef Andreas Treichl eine Verdoppelung der Ausschüttung in Aussicht. „Die Weichen für eine Dividende von einem Euro je Aktie sind somit gestellt.“ Für 2015 hatte die Bank 50 Cent je Aktie gezahlt.

Etwas gedämpfter sind die Erwartungen für 2017. Einerseits werde die Eigenkapitalverzinsung bei mehr als zehn Prozent erwartet – was im Vergleich zu 2016 ein Rückgang wäre. Andererseits kündigte die Bank höhere Risikokosten an, auch wenn diese im langjährigen Vergleich immer noch niedrig seien. Börsianer reagierten verschreckt und schickten die Erste-Group-Aktie auf Talfahrt. Die Papiere verloren bis zu 7,1 Prozent und bildeten damit das Schlusslicht im Topsegment ATX der Wiener Börse an. Marktteilnehmer begründeten den Rückgang vor allem mit Gewinnmitnahmen. „Einerseits hat die Aktie eine super Rallye gehabt und vielleicht haben viele noch mehr erwartet“, sagte ein Analyst. Die starke Kursreaktion sei aber übertrieben.

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