„Digitalisierung? Wir können das!“

Montag, 12.09.2016 08:20 von

Wie fit fühlen sich Familienunternehmen in der Digitalisierung? Beim Handelsblatt Hall of Fame – Der Dialog diskutierte der Mittelstand aus verschiedenen Perspektiven – über Chancen, Risiken und Strategien.

Wie viel schöpferische Zerstörung vertragen die deutschen Familienunternehmen im Angesicht von Amazon (Amazon Aktie), Google (Alphabet A Aktie), Uber und Airbnb? Und wie viel schöpferische Zerstörung geht von ihnen in Zeiten der Digitalisierung heute aus? So lauteten die zentralen Fragen bei Handelsblatt Hall of Fame – Der Dialog. Das Handelsblatt hatte, unterstützt von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG Familienunternehmen in die 27. Etage des Triangle Turms in Köln geladen – mit Blick auf die Stadt und den Dom.

Das Thema Vernetzung ist bei den Unternehmen angekommen, nicht nur weil mittlerweile fast jede Firmenspitze ins Silicon Valley gereist ist. 60 Prozent der Familienunternehmer sehen sogar eine hohe digitale Kompetenz im eigenen Haus, fast die Hälfte betrachten sich als Gestalter, immerhin knapp 30 Prozent aber fühlen sich eher getrieben.

Überraschender ist jedoch noch ein anderes Ergebnis des Family Business Monitors von KPMG und dem Verband „Die Familienunternehmer“: Nur zwölf Prozent der befragten Familienunternehmen in Deutschland erwarten, dass sich die eigene Wertschöpfungskette durch die Digitalisierung grundlegend ändern wird. Zum Vergleich: Bei einer ähnlichen Umfrage, bei der nicht nur Familienunternehmen befragt wurden, waren es mehr als 30 Prozent der Entscheider, die von einer grundlegenden Änderung ihrer Geschäftsmodelle allein bis 2020 ausgehen. Die Frage ist also berechtigt, ob die Familienunternehmen, die Herausforderungen der Digitalisierung richtig einschätzen.

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