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Diess bereitet VW auf "harten Umbruch" vor

Dienstag, 22.11.2016 12:00 von

Volkswagen muss für den Diesel-Skandal mehrere Milliarden Euro berappen. Nicht die einzige Herausforderung für den Konzern. VW-Markenchef Herbert Diess will nach vorn blicken - und macht große Ankündigungen.

Mit einem grundlegenden Umbau will VW-Markenchef Herbert Diess die ertragsschwache Kernmarke des Konzerns für den Wandel in der Autoindustrie wappnen. Die Branche stehe in den kommenden Jahren vor einem „schnellen und harten Umbruch“ und werde sich stärker ändern als jemals zuvor, sagte der Manager bei der Vorstellung der Unternehmensstrategie „Transform 2025+“ am Dienstag in Wolfsburg. Dabei stehe VW auch wegen der Belastungen infolge des Diesel-Skandals vor schwierigen Herausforderungen. Man müsse verlorenes Vertrauen wiedergewinnen.

Die Strategie für die gewinnschwache Hauptmarke um Golf und Passat sieht neben einer Neuausrichtung bei den Themen Elektromobilität und Digitalisierung starke Einsparungen vor. VW müsse schnell wettbewerbsfähiger werden, sonst werde sich die finanzielle Lage in den kommenden Jahren verschärfen, sagte Diess.

In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen einen zwischen Vorstand und Betriebsrat ausgehandelten sogenannten Zukunftspakt vorgestellt. Dieser sieht die Streichung von weltweit bis zu 30.000 Jobs vor, davon 23.000 in Deutschland.

Diess bekräftigte, VW wolle mit seiner Kernmarke ab 2025 Weltmarktführer bei der E-Mobilität werden. „Mit Transform 2025+ haben wir den größten Veränderungsprozess in der Geschichte unserer Marke angestoßen“, sagte er.

Die Strategie sieht drei Phasen vor. Nach der Sanierung des Kerngeschäfts will Volkswagen (VW Aktie) ab 2020 führender und profitabler Volumenhersteller mit einer operativen Umsatzrendite von vier Prozent werden. Spätestens ab 2025 wird eine verkaufte Zahl von einer Million Elektroautos pro Jahr angestrebt. Das Markenimage in den USA, aber auch in Lateinamerika soll durch deutlich mehr SUV-Geländewagen abgesichert werden. Diess: „Die Marke soll zugänglicher und sympathischer werden, Arroganz gehört der Vergangenheit an.“

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