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„Dies kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen“

Dienstag, 04.10.2016 17:20 von

Krankmeldung als Boykott? Der Reisekonzern Tui (TUI Aktie) verhandelt über ein Bündnis mit Air Berlin (Air Berlin Aktie). Das passt vielen Mitarbeitern nicht – und sie melden sich auffällig oft krank. Ein Arbeitsrechtsexperte klärt über die Gefahren auf.

Seit Montag verspätet sich fast ein Drittel aller Flüge der Fluggesellschaft Tuifly, weil Crews nicht zum Start erscheinen. Auch die Fluggesellschaft Air Berlin ist von Beeinträchtigungen betroffen. Bei der Flugbegleitergewerkschaft Ufo heißt es dazu, zahlreiche Mitarbeiter hätten Angst um ihren Job, nachdem am Freitag bekannt geworden ist, dass Tuifly mit der Air-Berlin-Mutter Etihad einen neuen Mehrheitseigentümer bekommen soll. Die kurzfristigen Krankmeldungen seien eine verständliche Reaktion darauf, sagte Gewerkschaftsvorstand Nicoley Baublies. Das Handelsblatt fragte dazu Frank-Karl Heuchemer, den Arbeitsrechtsexperten und Partner der Kanzlei White & Case in Frankfurt.Herr Heuchemer, die Gewerkschaft Ufo begründet die zahlreichen Krankmeldungen von Tuifly-Mitarbeitern damit, dass diese aus Angst um ihren Arbeitsplatz nun fluguntauglich seien. Ist das arbeitsrechtlich zulässig?Das ist wohl eher eine medizinische Frage. Die Erteilung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung durch den Arzt lässt zumindest tatsächlich vermuten, dass derjenige auch krank ist. Der Arbeitgeber müsste das Gegenteil mit anderen Beweismitteln widerlegen. Das aber ist oft schwierig.Ist ein solches Attest schon am ersten Fehltag vorzulegen?Das Entgeltfortzahlungsgesetz fordert eine ärztliche Bescheinigung erst nach dem Ablauf von drei Tagen. Im Arbeitsvertrag kann davon abweichend aber geregelt sein, dass Arbeitnehmer die Bescheinigung schon früher, sogar schon am ersten Tag, vorlegen müssen.

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