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EU-Strafe von knapp 500 Millionen Euro gegen drei Großbanken wegen Zinsskandal

Die US-Wahl könnte eine Rallye am Goldmarkt auslösen

Montag, 07.11.2016 13:01

Die US-Notenbank hatte am vergangenen Mittwoch wieder einmal ihre Pläne zu der weiteren Geldpolitik für den US-Dollar bekanntgegeben. Sie entschied noch etwas abzuwarten, bevor man die Zinsen anheben würde, doch wies sie darauf hin, dass sich die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung erhöht habe. Angeblich gäbe es nur noch zwei Notenbanker, die gegen eine Zinsanhebung im Dezember votieren würden. Man erwartet eine ansteigende Teuerung auf mittelfristige Sicht, sowie eine solide Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt und in der US-Wirtschaft, wobei die Risiken für letztere ausgeglichen sein sollen. Das gibt der FED zumindest den theoretischen Spielraum für eine Zinsanhebung im Dezember, wobei ein solcher Schritt die Edelmetalle und den Euro zum US-Dollar wohl kurzzeitig unter Druck bringen dürfte. Die Aussagen der FED waren eigentlich ziemlich hawkish, weshalb es ein Zeichen relativer Stärke ist, dass der Goldpreis sich nach dem FED-Zinsentscheid vom Mittwoch so stark halten konnte.

Der Goldpreis konnte sich, trotz Zinsgetrommel der US-Notenbank, in dieser Woche stark halten.
Auf der anderen Seite würde eine Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten die Edelmetalle vorher womöglich stark ansteigen und den Dollar (Dollarkurs) abschmieren lassen, wodurch sich beide Faktoren gegenseitig negieren könnten. Hillary Clinton soll nun wieder zwei Prozentpunkte vor Trump liegen, wobei nach einer Umfrage von Bloomberg 20 Händler optimistisch gestimmt waren für Gold (Goldkurs) – und nur fünf neutral. Die bullische Meinung der Händler begründeten sie mit dem Glauben daran, dass Donald Trump die US-Wahl gewinnen würde. Eine Wahl Trumps wäre ein Ereignis, welches starke Verwerfungen an den Märkten nach sich ziehen könnte – ähnlich dem Brexit. Wie stark der Einfluss der Präsidentschaftswahl auf den Goldmarkt sein könnte, sah man in den letzten Handelstagen, als der Goldpreis kurzzeitig über 1.300$ anstieg, nachdem das FBI die Ermittlungen gegen Hillary Clinton wieder aufnahm. Dies schürte sofort eine Welle an Unsicherheit und zwang Investoren ihre Risiken abzusichern, wovon der Goldpreis profitierte.

Ein möglicher Sieg Trumps, lässt Spekulanten auf einen steigenden Goldpreis setzen.
Diese Unsicherheit zeigt sich auch in den Notierungen an den Aktienmärkten, die in der letzten Woche stark Federn lassen mussten, wobei bei einige Aktienindizes wichtige Unterstützungsmarken nach unten gebrochen wurden. So fiel der Deutsche Aktienindex DAX wieder unter die wichtige Unterstützung bei 10.500 Punkten und der amerikanische Aktienindex S&P 500 unter die wichtige...
 
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