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Die tödlichen Gifte aus Chinas Drogenlaboren

Sonntag, 16.10.2016 17:00 von

Betäubungsmittel für Elefanten und chemische Waffe: Das Opiat Carfentanyl wird immer öfter als Droge konsumiert. In den USA und Deutschland ist das Rauschmittel verboten. Doch China garantiert die Lieferung – fast überallhin.

Es zählt zu den stärksten Opiaten überhaupt: Eine Dosis von der Größe eines Mohnkorns kann einen Mensch töten. Bis Juli war die Substanz mit dem Namen Carfentanyl vor allem als Betäubungsmittel für Elefanten bekannt - und als chemische Waffe. Inzwischen wird das Mittel aber zunehmend auch als Droge missbraucht. Für die Konsumenten endet der Rausch oft fatal. Umso mehr verwundert es, wie leicht Carfentanyl zu kaufen ist. In China bieten es etliche Händler im Internet ganz offen zum weltweiten Export an.

Die Nachrichtenagentur AP hat im Rahmen einer Recherche zwölf chinesische Unternehmen aufgespürt, die sich ohne Umschweife zur Lieferung des Opiats nach Nordamerika oder in die EU bereit erklärten. Als Preis wurden zum Teil nicht mehr als 2.750 Dollar (Dollarkurs) (2.500 Euro) pro Kilogramm verlangt. Die potenziellen Gewinnmargen beim Weiterverkauf sind also enorm.

Die AP hat am Ende zwar keine Drogen bestellt - und entsprechend auch nicht die Echtheit der angebotenen Ware getestet. Die Nachforschungen zeigen aber deutlich die Probleme. In den USA, wie auch in Deutschland, ist der freie Verkauf von Carfentanyl streng verboten. In China dagegen steht die Substanz bisher nicht auf der Schwarzen Liste. Und im Umfeld der unübersichtlichen Chemie-Branche des Landes läuft die Herstellung offenbar auf Hochtouren.

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