Die Spekulanten sind wieder da

Donnerstag, 06.10.2016 13:00 von

Zum ersten Mal seit Jahren setzt ein Hedgefonds wieder auf einen Kursverfall der Commerzbank-Aktie. Der Angreifer ist ein alter Bekannter. Wird seine Wette aufgehen?Für die Commerzbank-Aktie ging es in diesem Jahr vor allem in eine Richtung: bergab. Seit Jahresauftakt haben die Papiere um rund 39 Prozent nachgegeben. Und dabei dürfte es nicht bleiben, wenn es nach dem britischen Hedgefonds Marshall Wace geht. Er wettet darauf, dass der Commerzbank-Kurs weiter fällt – und hat dazu sogenannte Short-Positionen auf 0,63 Prozent der Aktien des Instituts aufgebaut. Das geht aus dem Bundesanzeiger hervor. Die Bank wollte den Vorgang nicht kommentieren. Durch Leerverkäufe von Aktien profitieren Hedgefonds wie Marshall Wace von der schwachen Kursentwicklung bei einzelnen Titeln. In den vergangenen Wochen hatten Marshall Wace und weitere Hedgefonds auf diese Weise auch die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) attackiert. Auch der britische Star-Investor George Soros zählte zumindest zeitweise zu den Angreifern.Deutsche-Bank-Chef John Cryan hatte Spekulanten für den rasanten Absturz des Börsenkurses in den vergangenen Wochen und Monaten verantwortlich gemacht. Ziel der Attacken sei es, das Vertrauen in das Institut zu schwächen. Das rief Sigmar Gabriel auf den Plan: „Ich wusste nicht, ob ich lachen oder wütend sein soll, dass die Bank, die das Spekulantentum zum Geschäftsmodell gemacht hat, sich jetzt zum Opfer von Spekulanten erklärt“, sagte der SPD-Chef und Vizekanzler am Sonntag.Tatsächlich gehört die Deutsche Bank zu den großen Spielern im Geschäft mit den Hedgefonds. Analystenschätzen, dass die Bank in ihrem sogenannten „Prime Brokerage“-Bereich rund 33 Milliarden Euro an Hedgefonds-Vermögen betreut. Die Bankstellt den Fonds Liquidität zur Verfügung, wickelt ihre Geschäfte ab – und hilft ihnen auch dabei, auf Kursverluste anderer Unternehmen zu wetten.Umbau kostet die Commerzbank (Commerzbank Aktie) viel Geld

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