Die Rückkehr des schwarzen Goldes

Donnerstag, 03.11.2016 16:40 von

Die Baisse am Ölmarkt ist vorbei. Das Überangebot verringert sich, die Nachfrage bleibt robust. Ölaktien stehen vor einem neuen Aufwärtstrend.

Eigentlich sollte die weltweite Ölförderung längst ihr Maximum überschritten haben. Zumindest wenn es nach der von Geologen entwickelten Peak-Oil-Theorie geht. Sie stellten vor 60 Jahren in Aussicht, dass zur Jahrtausendwende die maximale Menge an Öl (Rohöl) gefördert werde, bevor ein stetiger Rückgang einsetze. Doch wie so viele Theorien starb auch diese in der Praxis. Wer Öl fördert, will nämlich von einem Abschwung nichts wissen. Im Gegenteil. In der Branche gilt die Weisheit: Öl gibt es genügend. Es ist nur die Frage, wo. In den Achtzigerjahren lautete die Antwort: in der Nordsee. Zuletzt hieß sie: in den USA wegen der großen Schieferölvorkommen. Deutlich wird damit, dass der Welt das Rohöl bis heute nicht ausgegangen ist.

Aktuell macht eine neue Peak-Oil-Theorie die Runde. Nur ist es jetzt nicht die Theorie vom Höhepunkt der Förderung, sondern die vom Maximum der weltweiten Ölnachfrage. Sollte das Tempo bei der Einführung von erneuerbaren Energien, E-Autos und anderen „disruptiven“ Technologien anhalten, dann werde der weltweite Ölverbrauch bereits 2030 den Zenit erreichen und anschließend fallen, prognostiziert der World Energy Council (WEC).

Für Anleger bedeuten alle diese Theorien in der Praxis vor allem eines: Antizyklisch in Ölaktien zu investieren ist eine gute Idee. Denn nur, weil alle plötzlich über eine Welt ohne Öl reden, wird daraus noch längst keine Wirklichkeit.

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