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Die Rückkehr der Angst

Mittwoch, 02.11.2016 13:00 von

Die Investoren werden nervös. Eigentlich hofften sie darauf, dass Hillary Clinton gewählt wird und mit einem Investitionsprogramm die Wirtschaft voranbringt. Doch die Sorge vor einem Wahlsieg Donald Trumps wird größer.

Willem Buiter hat die Lacher auf seiner Seite, als er sein Weißweinglas mit den Worten hebt, das sei der einzige Weg, durch diese Wahl zu kommen. Doch was der in New York sitzende Chefökonom der Citigroup (Citigroup Aktie) anschließend im Handelsblatt-Wahl-Camp im Gespräch mit Börsenexperte Markus Koch thematisiert, ist bierernst: Mit dem Wiederaufflackern der E-Mail-Affäre von Hillary Clinton ist auch die Sorge der Investoren vor einem Wahlsieg von Donald Trump zurückgekehrt. So sprang das Angst-Barometer der Wall Street, der sogenannte Vix-Index, am Dienstag um neun Prozent nach oben.

Die Wall Street zwischen Hoffen und Bangen: Bevor FBI-Chef James Comey vergangene Woche eine Bombe platzen ließ, indem er neuerliche Ermittlungen gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton ankündigte, hatten sich die Investoren in Sicherheit gewiegt. „Sicherheit“ bedeutet in diesem Fall ein Wahlsieg Clintons, die im Vergleich zu Trump als solide und berechenbar gilt - was Finanzmärkte lieben.

Vor allem aber setzten die Anleger darauf, dass eine Präsidentin Clinton durch Investitionen in Infrastruktur die Wirtschaft und die Aktienkurse ankurbelt. Die Demokratin hat im Wahlkampf zumindest ein kleines Füllhorn in Aussicht gestellt: In den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit will sie 275 Milliarden Dollar (Dollarkurs) dafür ausgeben, Amerikas marode Infrastruktur zu modernisieren und die hohe Schuldenlast der Studenten zu mindern. Jährlich sollen ein Prozent der US-Wirtschaftsleistung dafür verwendet werden.

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