Top-Thema

Die quälende Zinsfrage

Montag, 19.09.2016 17:40 von

Keiner der Musterdepot-Autoren rechnet mit einer Zinserhöhung der Fed. Auch Georgios Kokologiannis nicht. Der Handelsblatt-Autor beschreibt allerdings, was passieren könnte, sollte die Fed für eine Überraschung sorgen.

Experten zufolge dürfte die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung des Offenmarktausschusses diese Woche beschließen, die Leitzinsen zum sechsten Mal hintereinander unverändert belassen. Das ist das Ergebnis einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen. Auch Investoren an den Terminmärkten taxieren die Wahrscheinlichkeit für höhere Zinsen, die seit Dezember vergangenen Jahres in einer Spanne von 0,25 und 0,5 Prozent liegen, als äußerst gering – bei nur zwölf Prozent.Während also trotz der zuletzt widersprüchlichen Aussagen von Fed-Vertretern eine anhaltend expansivere Geldpolitik nahezu vollständig in den Börsenkursen eingepreist ist, dürfte eine unerwartete Straffung am Donnerstag zu einem kräftigen Kurseinbruch bei Dax & Co. führen. Der deutsche Leitindex sollte in diesem Szenario wieder nachhaltig in den vierstelligen Kursbereich zurückfallen.Auf dem falschen Fuß erwischt werden dürften dann auch die meisten deutschen Privatanleger, die am Aktienmarkt aktiv sind: Einer Umfrage der Börse Stuttgart zufolge empfindet eine große Mehrheit der befragten Investoren hierzulande die Geldpolitik der Europäischen  Zentralbank wie auch der Fed als wichtigen Einflussfaktor. Sowohl über den anstehenden Sitzungstermin der Fed als auch die Zins-Erwartungen der Experten sollten die hiesigen deutsche Börsianer also gut informiert sein. Entsprechend dürften die meisten Wertpapierportfolios derzeit auf eine ungebremste Liquiditätsflut ausgerichtet sein.Sönke Niefünd: Bank-Aktien meiden

Nach den deutlichen Verlusten in der Vorwoche sind die europäischen Börsen mit Gewinnen in die Woche gestartet. Anleger setzen darauf, dass die Bank of Japan wie auch die US-Notenbank am Mittwoch die Argumente für Aktienkäufe liefern. Die Aktien der Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) haben zunächst einen Boden gefunden. Übergeordnet leiden sie weiter unter der hohen Forderung des US-Justizministeriums von 14 Milliarden US-Dollar.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.