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Die Polizei rüstet auf

Montag, 14.11.2016 15:40 von

Hamburg hat seit Montag einen gepanzerten Transporter für die Polizei. Andere Bundesländer wollen angesichts der Terrorgefahr nachziehen. Für die Waffenindustrie eröffnet das einen ganz neuen Markt.

Massiv steht das dunkelblaue Fahrzeug mit dem Kennzeichen „HH 7449“ auf dem Gelände der Hamburger Polizeiakademie. Knapp zehn Tonnen schwer, gepanzert gegen Beschuss aus Sturmgewehren, bis zu 100 Stundenkilometer schwer: Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) stellte am Montag als erster Polizeiminister den Radpanzer „Survivor I“ vor – im Paket mit neuen Sturmgewehren, Helmen und Schutzwesten.

Die deutsche Polizei rüstet auf. Das bedeutet Aufträge für Unternehmen, die bislang vor allem Streitkräfte ausrüsten. Allein in Hamburg, nach Bevölkerungszahl viertkleinstes Bundesland, fließen 4,5 Millionen Euro in die militärähnliche Ausstattung, zu einem großen Teil zusätzlich zu den regulären Ausrüstungs-Ausgaben der Polizei. Denn die neue Ausrüstung löst keine alten Fahrzeuge ab – bislang war Kriegsgefährt in der Polizei schlicht nicht nötig. Auch Berlin und Sachsen haben bereits angekündigt, einen Survivor-Wagen anschaffen zu wollen.

Mit der „neuen, etwas robusteren Ausrüstung“ könne die Polizei bei Terror- oder Amok-Lagen „alles Notwendige ohne die Bundewehr tun“, sagte Grote. Dass Hamburg die Ausrüstung früher als andere Bundesländer vorstellt, hat einen Grund: Im Dezember findet in der Stadt der OSZE-Gipfel statt, im Juli kommt unter anderem der künftige US-Präsident Donald Trump zum G20-Gipfel. Zwar soll die neue Ausrüstung laut Grote nicht gegen die Demonstranten eingesetzt werden, für die bereits Haftplätze frei gemacht werden, doch könnten die Gipfel auch Terroristen anziehen.

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