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Die Pfund-Schwäche ist nicht zu stoppen

Dienstag, 11.10.2016 15:00 von

Nach dem „flash crash“ Ende vergangener Woche bleibt die britische Währung weiterhin auf Talfahrt. Während Experten auf der Insel den Rückgang begrüßen, schrauben Analysten ihre Prognosen weiter nach unten.

Das britische Pfund ist bereits den vierten Tag in Folge gefallen und notiert gegenüber dem Dollar (Dollarkurs) bei 1,22. Auch gegenüber dem Euro ist die Währung deutlich abgesackt und liegt bei rund 1,105. Am Freitag hatte ein so genannter „flash crash“ beim Pfund Sterling Anlegern einen Schrecken eingejagt. Innerhalb weniger Sekunden brach die Währung auf einigen Handelsplattformen um zehn Prozent von 1,2600 Dollar auf rund 1,14 Dollar ein, den niedrigsten Stand seit 1985. Der Absturz wurde Börsianern zufolge durch einen automatischen Handel über Computer ausgelöst.

Mehrere Banken haben seit dem überraschenden Kurssturz ihre längerfristigen Prognosen für das Pfund gesenkt, darunter ING, JP Morgan und Julius Bär. „Ich glaube, wir müssen uns auf eine anhaltende Schwäche beim Pfund einstellen“, sagte der Chefwährungsstratege von Morgan Stanley (Morgan Stanley Aktie) in London, Hans Redeker. Es sei nicht auszuschließen, dass der Pfund-Kurs bis auf 1,20 Dollar weiter falle. „In die Nähe von 1,15 bis 1,18 Dollar werden wir aber nicht kommen“, fügte Allianz-Fondsmanager Brian Tomlinson hinzu.

Hintergrund für den Sturz sind die Aussagen von Premierminister Theresa May zum Thema Brexit. Sie konnte keine Klarheit schaffen, wie Großbritannien die Europäische Union verlassen will.

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