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Die neuen Koffer können selbst einchecken

Montag, 14.11.2016 12:20 von

Stabile Koffer hat Rimowa bereits, jetzt sollen sie auch noch schlau werden. Der Kölner Gepäckhersteller, künftig Teil des Luxuskonzerns LVMH, rüstet seine Koffer für den Check-in per Internet aus.

Für die Demonstration im Londoner Vorzeigeladen des Kofferherstellers Rimowa braucht Richard McCarthy nur 30 Sekunden. Er öffnet eine App auf seinem Tablet und sendet Flugdaten via Bluetooth an einen Koffer. In einem kleinen Bildschirm auf der Oberfläche des Gepäckstücks erscheint die Gepäcknummer, die sonst auf Papieranhängern steht. Vielflieger müssen sich so nicht mehr vor dem Check-in-Schalter anstellen, sondern können das Gepäck ohne Wartezeit an einem Gepäckautomaten abgeben. Erste Linien wie die Lufthansa (Lufthansa Aktie) akzeptieren die elektronischen Gepäckscheine bereits, weitere sollen folgen. Rund 5000 Kunden haben sich bereits registriert.

„Das ist die Zukunft des Reisens“, schwärmt Rimowa-Chef Dieter Morszeck. Mit der Electronic Tag genannten Innovation habe der Kölner Kofferhersteller das Gepäck als Erster digitalisiert und das Leben seiner viel fliegenden Zielgruppe erleichtert. Das Produkt ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem Flugzeugbauer Airbus und dem IT-Dienstleister T-Systems. Jeder der drei Partner brachte seine Expertise ein, 2013 stellten sie einen Prototyp auf der Cebit in Hannover vor, seit März läuft der Serienbetrieb.

Die Offenheit für eine solche Kooperation, die auf den ersten Blick nicht naheliegt, ist eines der Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens. Chef Morszeck legt bei der Entwicklung neuer Produkte selbst Hand an, als Rimowa kurz nach der Jahrtausendwende den weltweit ersten Vier-Rollen-Koffer entwickelte, experimentierte er am Wochenende zu Hause mit einem Gehäuse aus Holz und Bürostuhlrollen, die er im Baumarkt gekauft hatte. „Die Freude und Leidenschaft für unsere Produkte und Projekte versuche ich auch auf mein Team zu übertragen“, sagt er.

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