Die neue Welt des chinesischen Onlineriesen

Samstag, 03.09.2016 18:00 von

Alibaba zimmert an einer neuen globalen Handelsordnung. Nicht Großkonzerne, sondern kleine und mittelständische Unternehmen sollen mit einer digitalen Plattform gestärkt werden – und Alibaba reich machen.

Die Veranstaltungshalle wirkt wie ein goldener Ball (Ball Aktie), der auf die Erde gefallen ist. Das eierförmige Konferenzzentrum thront auf einem elliptisch geformten Gebäudekomplex. Die futuristische Kulisse gehört zum Programm. In der ostchinesischen Stadt Hangzhou kommen mehr als 800 Wirtschaftsvertreter am Vorabend des Gipfeltreffens der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zusammen, um im „Hangzhou International Convention Center“ über die Zukunft zu diskutieren.

Zukunft ist das entscheidende Stichwort für den Alibaba-Gründer Jack Ma. Er hat lange auf diesen Moment gewartet. Jetzt will er das Treffen als Bühne nutzen, um eine Idee voranzutreiben. Es ist ein Vorstoß, der die weltweite Handelsordnung aufrütteln soll. Die etwas umständliche Abkürzung „eWTP“ soll zum Schlagwort für eine Revolution im weltweiten Handel werden. Das ist zumindest das Ziel des chinesischen Unternehmers. eWTP steht für „Electronic World Trade Plattform”.Dahinter verbirgt sich die Idee, das Geschäftsmodell von Alibaba auf eine globale Ebene zu heben. „Wir wollen kleine und mittelständische Firmen stärken“, sagt Ma. In China besteht die Stärke von Alibaba darin, eine Plattform bereitzustellen, die Unternehmen und Kunden zusammenbringt.Im Gegensatz zu klassischen Handelsnetzwerken setzte Alibaba von Anfang an konsequent auf besonders kleine Produzenten. Eine effiziente Onlineplattform gepaart mit einem landesweiten Logistiknetz löste in China einen Boom der Kleinunternehmer aus. Denn dank Alibabas Plattform konnte jeder Unternehmer mit geringen Kosten seine Produkte den heute mehr als 400 Millionen Kunden der Alibaba-Plattform verfügbar machen.Ma gewinnt erste Unterstützer

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