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Die Mission des Friedhelm Loh

Montag, 31.10.2016 18:40 von

Friedhelm Loh hat den Schaltschrankhersteller Rittal zum Weltmarktführer gemacht – und missioniert seine Mitarbeiter. Ein Familienunternehmer und Investor, an dem sich die Geister scheiden.

Am Anfang war das Bügelbrett. Friedhelm Loh wird an einem Freitag im Spätsommer dieses Jahres nicht müde zu erzählen, wie sein Vater Rudolf im mittelhessischen Rittershausen 1947 in einer kriegszerstörten Zementfabrik mit drei Mitarbeitern anfing, Bügelbretter herzustellen; wie der Firmengründer dann 1961 auf die Idee kam, standardisierte Schaltschänke für Elektroanlagen zu fertigen – bis dahin gab man sie beim Schlosser als Einzelstücke in Auftrag; und wie er, Sohn Friedhelm, drei Jahre nach dem Tod des Vaters als 28-Jähriger 1974 mit der Personalnummer 181 ins Unternehmen einstieg und dessen Führung übernahm.

Heute ist Rittal Weltmarktführer in seiner Branche und das wichtigste Unternehmen der Loh-Group, einem Familienunternehmen mit weltweit 78 Tochtergesellschaften, die inzwischen auch Softwarelösungen entwickeln oder ganze Rechenzentren an Facebook (Facebook Aktie) und Microsoft (Microsoft Aktie) liefern. „So einfach is die Schtorry“, sagt der 70-Jährige: „Die Schtorry muss man mal erzählen, um zu verstehen, was heute hier abgeht.“

Der gelernte Starkstromelektriker gehört als langjähriger Präsident des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und als Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) zu den Topzirkeln von Wirtschaft und Politik. Große Schlagzeilen machte er aber erstmals vor wenigen Monaten – als Investor mit entscheidendem Einfluss auf einen der spannendsten Deals des Jahres.

Während der umstrittenen Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch die chinesische Midea-Gruppe lagen eine Zeit lang alle Hoffnungen auf Loh, der gut zehn Prozent der Kuka-Anteile hielt. Anstatt mitzubieten und die Übernahme durch die Chinesen zu verhindern, verkaufte Loh seinen Kuka-Anteil, hat nun fast 500 Millionen Euro Cash in der Tasche und seinen ursprünglichen Einsatz mindestens verdoppelt.

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