Top-Thema

10:50 Uhr +0,35%
Marktanalyst Salcher: EZB - Markt hat klare Erwartungshaltung

Die Late-Night-Bühne von Donald Trump

Dienstag, 08.11.2016 11:40 von

Wer in das Weiße Haus einziehen möchte, muss das Spiel der Late-Night-Shows mitspielen. Besonders Trump lieferte viel Futter für die Persiflagen der Moderatoren. Geschadet hat das dem Republikaner nicht – im Gegenteil.

Die Haare von Donald Trump hatten nicht immer die Farbe einer leuchtenden Apfelsine, vor rund zehn Jahren waren sie noch blond. Seine Haare sind sein Markenzeichen. Und die Öffentlichkeit liebt Marken. Immer wieder drehte sich der mediale Wahlkampf nicht um Trump selbst, sondern um das, was ihn ausmacht. Als der Late-Night-Moderator Jimmy Fallon Trump in der „Tonight Show“ Mitte September gebeten hat, dessen Haare durchwuscheln zu dürfen, fanden das Millionen Menschen urkomisch. Das Video wurde auf Youtube mehr als achteinhalb Millionen Mal geklickt. Doch Fallon wurde dafür auch kritisiert, weil er Trump zu zahnlos gegenübergetreten sei. Dabei macht Fallon vor allem eins: harmlose Scherze. Doch in diesem Wahlkampf will das Publikum mehr.

Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel, Stephen Colbert, Samantha Bee, EllenDeGeneres, John Oliver: Die Liste der Late-Night-Moderatoren in den USA ist lang. Deren Präsenz in hochpolitischen Phasen wie den letzten Wochen eines Präsidentschaftswahlkampfes ist nicht vergleichbar mit Comedy-Shows in Deutschland. Denn: Fallon und Co. bieten mit ihrem Programm nicht nur Unterhaltung, sondern dienen auch als Informationskanal, insbesondere für junge Wähler. Von den Moderatoren wird plötzlich erwartet, dass sie Position beziehen. Wenn der „Tonight Show“-Moderator mit Hillary Clinton ein Telefonat als Donald Trump inszeniert, karikiert er die beiden Kandidaten nicht nur, er bildet Meinungen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.