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Die Krise der Korea AG

Montag, 14.11.2016 19:00 von

Samsung, Hyundai, Posco: Die bizarre Affäre um Südkoreas Präsidentin trifft auch die Stützen der Wirtschaft – und kommt für die Unternehmen zur Unzeit. Der Prozess könnte jede Menge Dreck aufwirbeln. Eine Analyse.

Korruptionsklagen waren für Konzernchefs in Südkorea schon immer ein Berufsrisiko. Aber auf so breiter Front wie jetzt im Beraterskandal um Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye wurde die Wirtschaftselite bisher noch nicht erwischt. Am Wochenende wurden die Chefs von Samsung, dem Autobauer Hyundai und dem Stahlkonzern Posco von der Staatsanwaltschaft in Seoul befragt, ob sie mehrere Millionen Euro an Choi Soon-sil, eine Vertraute der Präsidentin, bezahlt haben.

Das Übergreifen des politischen Skandals auf die Korea AG trifft die Stützen von Koreas Wirtschaft zur Unzeit. Fast alle Firmengruppen müssen sich neu ausrichten. Samsung etwa ist geplagt vom Debakel um explodierende Akkus und startet eine große Übernahme in den USA. Kaum einer der noch immer stark von Familien kontrollierten Konzerne kann es sich daher erlauben, dass sein Patriarch durch rechtliche Scharmützel gefährdet wird.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Chefs in diesem Fall nicht auf die übliche Hilfe von ganz oben setzen können. Denn Präsidentin Park steht in dem bizarren Fall selbst unter Druck. In Umfragen stehen nur noch fünf Prozent der Bürger zu ihrer Präsidentin, die selbst vertrauliche Dokumente an ihre Freundin weiterreichte. Und der Rest protestiert nicht still.

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