Die Hochhaus-Etage mit Zukunftscharme

Freitag, 18.11.2016 14:20 von

Berlin ist der wichtigste Standort für junge Finanz-Start-ups. Frankfurt will aufholen und hat daher ein „Tech Quartier“ eröffnet. Um die Gunst der neuen Firmen balgen aber viele – und kommen sich in die Quere.

Eigentlich wollen die Frankfurter Banken, das Land Hessen und junge Finanz-Start-ups ("Fintechs") an diesem Donnerstagabend Einigkeit zeigen – und den Standort künftig auch für eben jene Fintechs attraktiver machen, die bislang vor allem Berlin als Standort bevorzugen. Doch die Premiere eines neuen „Tech Quartiers“ spaltet die Branchenvertreter eher, denn sie zu vereinen.

Auf einigen Etagen des Wolkenkratzers Pollux (ausgerechnet am „Platz der Einheit“ gelegen) sollen Firmen aus der Fintech-Szene nebeneinander, gegeneinander und miteinander arbeiten und Finanzdienstleistungen revolutionieren. An das so genannte "Tech Quartier" knüpft vor allem Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir große Hoffnungen. Allerdings: Zur selben Zeit findet gleich um die Ecke eine Konkurrenzveranstaltung, beim "Fintech Headquarter", einem Netzwerk der Szene. Und: Sowohl im Pollux als beim Tech Quartier als auch beim Fintech Headquarter werden an diesem Abend Preise für Fintechs vergeben. "Bescheuert", findet das manch einer in Fintech Headquarter.

Al-Wazir spricht auf der Eröffnung des „Tech Quartiers“ und sagt selbstsicher: „Frankfurts Fintech-Traum ist nicht gescheitert, er wird heute wahr.“ Der Grünen-Politiker kann zumindest auf einige prominente Unterstützer aus der Firmenwelt verweisen. Elf Partnerunternehmen sind in dem Hochhaus vertreten, dazu zählen Commerzbank (Commerzbank Aktie), Deutsche Bank, Deutsche Börse, ING Diba, die Landesbank Hessen-Thüringen und DZ-Bank. Sie steuern mehrere Jahre lang jeweils 100.000 Euro zum „Tech Quartier“ bei. Entsprechend viele Banker waren bei der Eröffnung, während sich viele aus der umgarnten Tech-Szene eher beim Fintech Headquarter zeigen. Dort klagen Teilnehmer: „Die Leute, die wichtig sind und Geld haben sind auf der anderen Veranstaltung.“

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.