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20.01.17
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow erholt sich nach Trump-​Amtsantritt

Die große Ernüchterung

Freitag, 13.01.2017 11:00 von

Die US-Banken trauen den Trumponomics nur einen begrenzten Effekt zu. Sorgen bereiten unter andrem mögliche Handelsbeschränkungen und steigende Inflation. Auch mit den Geldpolitikern könnte es Ärger geben.

Einen Tag, nachdem Donald Trump bei der ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl zum US-Präsidenten kaum Details zu seinem Wirtschaftsprogramm nannte, haben die Börsen deutlich nachgegeben. Zuvor schon traten die Aktienkurse auf der Stelle, jetzt scheint die Luft erst einmal raus zu sein. Unabhängig davon gab der US-Bankenverband (ABA) am Donnerstag eine Wachstumsprognose ab, die wenig Enthusiasmus zeigt. Gestützt auf ein Gremium von 19 Bankvolkswirten setzt der Verband für 2017 ein Wachstum von 2,1 Prozent an, kaum mehr als im abgelaufenen Jahr und deutlich unter den von Trump für die kommenden Jahre versprochenen vier Prozent. Für 2018 liegt die Prognose des Verbands mit 2,3 Prozent etwas höher.

Christopher Probyn, Chefökonom bei dem Vermögensverwalter State Street (State Street Aktie) Global Advisors, erläuterte, dass die meisten seiner Kollegen ihre Wachstumsprognosen wegen des Trump-Effekts leicht angehoben hätten. Er hält aber einen Vergleich mit der erfolgreichen Reagan-Ära irreführend.

Ronald Reagan hatte in den 1980er Jahren als US-Präsident die Wirtschaft mit Steuersenkungen und einem höheren Staatsdefizit angekurbelt, ähnlich wie es Trump vorhat. „Aber damals war die Zeit der Babyboomer, und jetzt gehen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Und damals begann der Anstieg der Berufstätigkeit von Frauen, der jetzt eher zum Stillstand gekommen ist“, sagte Probyn. Außerdem warnte er: „Falls Washington Trumps Versprechen nicht umsetzt, kann es an den Märkten zu deutlichen Rückschlägen kommen.“

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