Die große Dieselkrise ist ausgeblieben

Freitag, 02.12.2016 12:20 von

Die Finanzierungs- und Leasingsparte des Volkswagen-Konzerns schafft einen Rekordgewinn – trotz der Dieselkrise. Die Restwerte der Autos mit manipulierter Software sind stabil, das Neugeschäft wächst ordentlich.

Der befürchtete Einbruch ist ausgeblieben, die Geschäfte laufen trotz der Dieselkrise viel besser als ursprünglich gedacht. Volkswagen (VW Aktie) Financial Services, die Finanzierungs- und Leasingsparte des Wolfsburger Autokonzerns, wird in diesem Jahr erstmals einen operativen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro erreichen. „Wir werden die Grenze knacken“, sagte Finanzvorstand Frank Fiedler am Freitag in Hannover vor Journalisten. Im vergangenen Jahr lag das operative Ergebnis bei 1,92 Milliarden Euro.

Die Finanzierungstochter des VW-Konzerns, weltweit in 50 Ländern vertreten, gibt im Großen und Ganzen Entwarnung in der Dieselkrise. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch kurzfristig 570 Millionen Euro auf die Leasing-Restwerte der Diesel- und einiger Benzinmodelle abgeschrieben – aus Furcht davor, dass die Gebrauchtwagenpreise wegen des Abgasskandals massiv in den Keller rutschen könnten.

Doch der befürchtete Effekt ist ausgeblieben. „Die Wertbeständigkeit der Fahrzeuge hat sich sogar verbessert“, betonte der Vorstandsvorsitzende Lars Henner Santelmann. Die Restwerte der Dieselmodelle hätten sich in Deutschland in diesem Jahr um einige Zehntelprozent-Punkte verbessert. Doch Volkswagen Financial Services mit Sitz in Braunschweig denkt nicht daran, die zusätzlichen Abschreibungen aus dem vergangenen Jahr sofort wieder rückgängig zu machen. Beim Finanzierungsarm des VW-Konzerns gelte das Prinzip Vorsicht, deshalb blieben diese Reserven erst einmal in der Bilanz. VW Financial warte die weitere Entwicklung ab und entscheide darüber erst später, betonte Santelmann.

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