Die größte Herausforderung junger Führungskräfte

Donnerstag, 27.10.2016 20:20 von

Eine Umfrage unter jungen Führungskräften zeigt: Die fehlende Kompetenz in Sachen Digitalisierung macht Managern Zukunftssorgen. Doch auch sie selbst müssen umdenken.

Zwischen Lastwagen und Bussen starren Informatikstudenten auf ihre Laptops. In einer Halle der Hannover-Messe schreiben sie Codes, entwerfen Konzepte, werkeln an Präsentationen. Eine Uhr zählt unerbittlich die Stunden herunter. Insgesamt neun Programmiererteams lieferten sich vor einigen Wochen auf der IAA-Nutzfahrzeugmesse einen Wettkampf um die besten digitalen Ideen zum Thema Transport und Logistik – auf Einladung von Daimler (Daimler Aktie). Bei solchen Hackathons, ein Mischwort aus Hacking und Marathon, entwickeln sie neue Software.

Daimler setzt seit Jahren auf diese Wettbewerbe, um digitale Talente anzuwerben, sagt Wilko Andreas Stark, der bei Daimler für die Strategie der Automobilsparte zuständig ist: „Bei Bewerbern achten wir immer stärker darauf, dass sie auch programmieren können.“

Eine Fähigkeit, die unter deutschen Absolventen offenbar selten ist: In einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group beklagen 56 Prozent der Teilnehmer einen Mangel an IT-Fachkräften. Befragt wurden die Mitglieder der Vordenker-Community, einer Gruppe von etwa 300 Nachwuchsführungskräften aus deutschen Unternehmen. Auch Daimler-Manager Stark gehört dazu. Generell haben die Vordenker eher geringes Vertrauen in die digitale Kompetenz des eigenen Unternehmens. Auf einer Skala von eins (sehr schlecht) bis fünf (sehr gut) bewerteten sie die digitalen Fähigkeiten ihres Arbeitgebers im Schnitt mit 3,3. Für die Zukunft sind Nachwuchskräfte sogar noch skeptischer: Die Fähigkeit, auch im Jahr 2020 noch erfolgreich zu sein, bewerteten sie mit einer 3,0. Auch weil sie an der firmeneigenen IT-Infrastruktur zweifeln, sagt BCG-Partner Rainer Strack: „Viele deutsche Unternehmen lassen sich nur schwer ins digitale Zeitalter führen.“

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