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Die Furcht vor der Kettenreaktion

Donnerstag, 12.01.2017 14:20 von Handelsblatt

Um negative Brexit-Folgen abzufedern hat die britische Bankenbranche ihre Forderungen für die EU-Austrittsverhandlungen deutlich heruntergeschraubt. Von einem vollen Zugang zum Binnenmarkt ist keine Rede mehr.

Schon in dem Kino-Film „The Big Short“ über die Finanzkrise vor acht Jahren muss ein Turm aus „Jenga“-Spielklötzchen herhalten, um etwas Kompliziertes zu veranschaulichen: Händler der Deutschen Bank erklären damit Hypothekenverbriefungen.

Douglas Flint, Verwaltungsratschef der britischen Großbank HSBC, hat den Vergleich mit dem Klötzchenspiel jetzt in die Brexit-Debatte eingebracht. „Das Ökosystem in London ist ein bisschen wir ein Jenga-Turm: Wenn man ein kleines Teil entfernt, weiß man nicht, ob möglicherweise gar nichts passiert oder dies dramatische Folgen haben wird“, sagte Flint diese Woche bei einer Anhörung vor dem einflussreichen parlamentarischen Finanzausschuss in Großbritannien.

Weil die Branche jedoch mehrheitlich massive Konsequenzen fürchtet, hat der Lobbyverband City UK jetzt erneut einen Anlauf gestartet, um diese abzufedern: Die Branche hat am Donnerstag ihre wichtigsten Forderungen für die Brexit-Verhandlungen veröffentlicht, die Großbritanniens Premierministerin Theresa May bis Ende März in Gang setzen will.

Die Banken und andere Finanzunternehmen haben dabei das bisherige Ziel aufgegeben, den vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu behalten. Stattdessen machen sie sich jetzt für das sogenannte Äquivalenzprinzip stark. Vereinfacht ausgedrückt heißt das: Finanzkonzerne aus Nicht-EU-Staaten können Zugang zur EU bekommen, wenn die Finanzmarktregulierung in ihrem Land von der EU als gleichwertig anerkannt wird.

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