Die Frankfurt-Siena-Connection

Donnerstag, 06.10.2016 13:40 von

Zwei Problembanken unter einer Decke: Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, Derivategeschäfte mit dem italienischen Geldhaus Monte die Paschi verschleiert zu haben. Für beide Institute kommen diese Vorwürfe zur Unzeit.

Die krisengeplagte Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) hat eine neue, zusätzlicher Baustelle, diesmal in Italien: In einer Anhörung der Finanzaufsicht Bafin kam heraus, dass Manager der Bank in 37 Fällen für Kunden der italienischen Bank Monte dei Paschi aus Siena Transaktionen verschleiert haben sollen, bei denen Kredite, die nicht in den Büchern auftauchten, in Derivate umgewandelt wurden. Das meldet die Agentur Bloomberg, die eine Kopie der Anhörungsunterlagen eingesehen haben will. Die Deutsche Bank habe mit der italienischen Bank unter einer Decke gesteckt, um die Verluste von Monte dei Paschi zu verbergen, schreibt Bloomberg.

Es geht um Vorfälle im Jahr 2013. 103 Deals im Wert von 10,5 Milliarden Euro sollen die Manager der Deutschen Bank für 30 Kunden abgeschlossen haben. 37 davon wurden „angepasst“ ohne Kennzeichnung in den Büchern. Bei der Bafin-Anhörung sei herausgekommen, dass Monte dei Paschi die einzige Bank aus dem Kundenkreis der Deutschen Bank gewesen ist, die mit solchen Transaktionen „Augenwischerei“ betrieben hat.

Die Deutsche Bank dagegen habe in der Zeit von 2008 bis 2010 ähnliche Deals mit anderen Banken von Italien bis Indonesien getätigt, aber nicht korrekt verbucht. Das Derivategeschäft mit Siena, das unter dem Namen „Santorini“ lief, sei von leitenden Bankern der Deutschen Bank nicht autorisiert worden, so Bloomberg. Außerdem seien auch dann keine Korrekturen gemacht worden, als 2012 eine Vorladung der US-Notenbank in Frankfurt einging.

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