Die Flucht in die Sicherheit hält nicht an

Mittwoch, 09.11.2016 17:00 von

Der „Trump-Schock“ hat Investoren nur kurz in die als ausfallsicher geltenden Anleihen aus dem Euro-Raum und den USA getrieben. Doch die Renditen ziehen schon wieder an. Sorgen um den künftigen US-Haushalt und die Zinspolitik belasten.

Zumindest kurz funktionierte der Reflex bei den Investoren: Bei Unsicherheiten heißt es: Rein in Anleihen der Industrienationen – bei denen zumindest die Rückzahlung als sicher gilt. Genau das zeichnet sich jetzt ab. Der „Trump-Schock“, wie die Commerzbank (Commerzbank Aktie) den überraschenden Sieg von Donald Trump bei den US-Wahlen nennt, hat Investoren so zunächst auch in Anleihen getrieben. Die Kurse stiegen, und die Renditen fielen kräftig Die Rendite der für die Euro-Zone richtungweisenden zehnjährigen Bundesanleihe war im frühen Handel um neun Basispunkte oder 0,9 Prozentpunkte zunächst auf nur noch 0,9 Prozent abgesackt. Neun Basispunkte klingt nicht nach viel – ist für Bund-Renditen aber eine Menge in so kurzer Zeit.

Ähnlich war es in den USA. Dort war die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe in der Wahlnacht um für Anleihen stattliche 0,14 Prozentpunkte auf bis zu 1,74 Prozent gefallen. Doch wenige Stunden nachdem der Wahlsieg von Donald Trump definitiv feststeht, hat sich das Bild schon wieder geändert. Zehnjährige US-Anleihen rentieren mit 1,96 Prozent und ihre deutschen Pendants mit 0,18 Prozent. So deutlich schwanken Anleihekurse und Renditen selten. Gleichzeitig hat an den Aktienmärkten der deutsche Leitindex Dax seine Verluste mehr als aufgeholt und auch die US-Börsen notieren leicht im Plus.

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