„Die Eliten werden abgewählt“

Donnerstag, 17.11.2016 15:00 von

Am 4. Dezember wählen die Österreicher ihren neuen Präsidenten. In den jüngsten Prognosen liegt Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ knapp vor dem 72-jährigen Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen.

Der Präsidentschaftskandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, sieht sich nach dem Sieg Donald Trumps gestärkt für die kommende Wahl in Österreich. „Dort, wo sich die Eliten vom Wähler entfernen, werden die Eliten abgewählt“, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Der Republikaner Trump punkte bei der amerikanischen Bevölkerung mit ähnlichen Wahlkampfthemen, wie sie auch die FPÖ in Österreich forciere: Etwa die Begrenzung der Zuwanderung und die generelle Unzufriedenheit mit der etablierten Politik.

Auch andere Rechtspopulisten in Europa wie etwa die AfD in Deutschland haben den Erfolg Trumps als Beleg dafür gewertet, dass das politische Establishment am Ende sei. Der 45-jährige Hofer tritt am 4. Dezember in einer Stichwahl gegen den Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen an. Sollte der FPÖ-Politiker die Wahl gewinnen, wäre er das erste rechtspopulistische Staatsoberhaupt eines EU-Landes. Die FPÖ ist seit Jahren im Aufwind. In jüngsten Umfragen ist sie mit über 30 Prozent klar stärkste politische Kraft. Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP verlieren stetig an Stimmen und müssen bei der nächsten Parlamentswahl um eine gemeinsame Mehrheit fürchten. Die nächste Bundeswahl ist spätestens im September 2018. „Was ich so höre von vielen Seiten ist, dass offenbar schon Neuwahltermine ins Haus stehen“, sagte Hofer.

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