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Die Einigung reicht nicht

Dienstag, 25.10.2016 18:40 von

Der Weg ist frei für den größten Vergleich der Autogeschichte: US-Richter Breyer hat seine finale Zustimmung zum Milliarden-Vergleich mit den US-Klägern gegeben. Ausgestanden ist der Skandal aber damit noch lange nicht.

Ja, VW kann durchatmen. Vorerst. Mit dem endgültigen Segen von US-Richter Charles Breyer kann Volkswagen-Chef Matthias Müller einen Schlussstrich unter den Abgasskandal ziehen. Aber nicht den großen Schlussstrich. Es ist vielmehr eine Art Zwischensumme. Wenn auch mit 14,7 Milliarden Dollar (Dollarkurs) eine sehr hohe.

Es war nur ein kleiner Schritt, schließlich hatte Richter Breyer zuvor seine Zustimmung signalisiert. Es war aber ein sehr wichtiger Schritt, da der Mega-Vergleich den Wolfsburgern einen Prozess erspart – der nochmals lange Ungewissheit und womöglich noch höhere Kosten eingebracht hätte.

Ob die 14,7 Milliarden Dollar – die höchste Wiedergutmachung, die ein Autobauer jemals in den USA gezahlt hat – nur angemessen, zu hoch oder zu niedrig ist, sei dahingestellt. Fakt ist: Andere Autobauer sind für Vergehen, die direkt mit Unfällen mit Todesfolge in Verbindung stehen, mit deutlich milderen Strafen davongekommen. Fakt ist aber auch: Kein Unternehmen hat so dreist getrickst und betrogen wie Volkswagen (VW Aktie).

VW ist allein deshalb mit dem Deal gut bedient, weil damit an der Hauptfront Ruhe einkehrt. Die Summe ist jetzt fix – und weit entfernt von den existenzbedrohenden Strafzahlungen, die zu Beginn des Skandals durch die Welt geisterten. Zudem will sich in Wolfsburg wohl keiner ausmalen, welchen Einfluss weitere Enthüllungen auf die Summe gehabt hätten – und davon drohen dem Konzern noch einige.

Die Liste an Klagen ist lang

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