Die Egoismen müssen ein Ende haben

Freitag, 02.09.2016 11:20 von

Dissens statt Konsens, Handelsbarrieren statt Freihandel: Die Zusammenarbeit der G20-Länder stockt. Die „Weltwirtschaftsregierung“ muss sich bei ihrem Gipfeltreffen in China zusammenraufen. Eine Analyse.

Als sich die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Schwellen- und Industrieländer (G20) vor acht Jahren zum ersten Mal in Washington trafen, gaben sie sich ein geradezu historisches Versprechen: Noch unter dem Eindruck der Finanzkrise verpflichtete sich die neue Weltwirtschaftsregierung an offenen Grenzen, Freihandel und wirtschaftlicher Zusammenarbeit festzuhalten. Dieses Versprechen hat die G20 seitdem immer wieder bekräftigt, und es wird mit Sicherheit auch in der Abschlusserklärung des Gipfels von Hangzhou am Wochenende stehen.

Worte sind das eine, die heutige Wirklichkeit ist eine andere. Angesichts enormer Flüchtlingsströme und der steigenden Wut der Bürger auf die globalisierte Weltwirtschaft schotten sich immer mehr Länder ab. Das Brexit-Votum der Briten und die Pläne des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, Amerika mit Mauern und Schutzzöllen zu umgeben, sind nur zwei von vielen Beispielen für diese Rückkehr zum Nationalismus des 19. Jahrhunderts.

Rund 350 neue Handelsbarrieren haben die G20-Länder allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres errichtet, meldet die Denkfabrik „Global Trade Alert“ in St. Gallen. Wenn sich jedoch die Globalisierung auf dem Rückzug befindet, wozu brauchen wir dann noch die G20 als Weltwirtschaftsregierung?

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