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Die Durchhalteparolen der Opec

Montag, 07.11.2016 16:40 von

Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo beschwört erneut die Ölförderkürzung. Doch Hedgefonds und Marktspekulanten trauen dem Abkommen immer weniger – und die Preise schwanken.

Am Ölmarkt ist es dieser Tage so ein bisschen wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Darin spielt Bill Murray einen Wetteransager, der in einer Zeitschleife gefangen ist, immer wieder am selben Tag aufwacht und immer wieder die gleiche ihn plagende Aufgabe erfüllen muss – das kommende Wetter mithilfe eines erscheinenden oder eben nicht erscheinenden Murmeltiers vorhersagen.

Auf die Situation am Ölmarkt übersetzt heißt das: Am 28. September hat sich die Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) darauf geeinigt, ihre Förderung zu kürzen und so den Preis zu stabilisieren. Wie genau das passieren soll, hielt sie aber offen. Seitdem ist für die Opec fast jeder Tag wie der 28. September: Das Ölkartell muss seine Absicht bestätigen, damit der Ölpreis nicht fällt.

Am Montag war es Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo, der diese Aufgabe erfüllte. Am Rande einer Öl-Konferenz in Abu Dhabi erklärte er Medienvertretern: „Wir als Opec halten an der Umsetzung unseres in Algier beschlossenen Abkommens fest.” Die Opec habe zudem keine Preisziele, werde aber, in Kooperation mit anderen bedeutenden Ölförderstaaten, an dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Jahre 2017 arbeiten.

Letzteres ist in sich paradox. Noch herrscht am Markt ein Überangebot, das den Ölpreis seit Mitte 2014 von über 110 Dollar (Dollarkurs) je Barrel (159 Liter) auf zeitweise weniger als 30 Dollar zu Beginn 2016 hat abstürzen lassen. Selbst dem bedeutendsten Opec-Staat Saudi-Arabien hat das milliardenschwere Löcher in den Haushalt gerissen. Ein ausgeglichener Ölmarkt soll daher sehr wohl die Preise und damit auch die Einkünfte der Ölproduzenten stabilisieren.

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