Die Deutschen glauben nicht an den Ruhestand ohne Geldsorgen

Freitag, 14.10.2016 05:20

Die Deutschen und das Leben in der Rente – das ist immer ein besonders heiß diskutiertes und sehr emotionales Thema. Nun wurde wieder einmal eine interessante Studie dazu veröffentlicht. 77 Prozent der Bundesbürger glauben demnach nicht daran, dass ihr Leben im Alter günstiger wird. Entsprechend befürchtet mehr als jeder Zweite, es werde ihm im Ruhestand an Geld fehlen.

Wie die Studie der Deutschen Leibrenten AG zeigt, träumen zwar 95 Prozent der Befragten davon, im Alter nicht mehr auf jeden Cent achten zu müssen. Doch die Realität sieht anders aus, wie die Antworten der befragten Bundesbürger über 65 Jahre belegen. Obwohl die Generation der heutigen Rentner finanziell noch vergleichsweise gut dasteht, geben 43 Prozent an, im Alter nicht mit ihrem Geld auszukommen.

Diese Entwicklung ist logisch, denn selbst beim aktuellen Rentenniveau von 47,8 Prozent beginnt mit dem Eintritt in die dritte Lebensphase die Zeit des „Entsparens“. So decken Senioren laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes ein Drittel ihrer Lebenskosten, indem sie ihr Erspartes aufzehren. Auch für Senioren mit Immobilieneigentum wird das Leben finanziell nicht wesentlich einfacher. Zwar entfällt die Zahlung von Miete, aber zum einen kann von den eigenen vier Wänden nicht leben und zum anderen muss der laufende Unterhalt für die häufig in die Jahre gekommenen Immobilien zusätzlich erbracht werden.

Man sieht: Der eigene Ruhestand muss wohl durchdacht sein. Und: Man muss auch im Alter immer noch für unerwartete Dinge wie die überraschend teure Reparatur im Eigenheim gewappnet sein. Insofern ist eine eigene Immobilie zwar ein guter Puffer, um den Kostenblock Miete auszublenden, aber es fallen eben doch immer noch jede Menge Kosten an.

Muss man im Alter zudem die eigene Immobilie verkaufen, sollte diese gut in Schuss sein, sonst gibt es weit weniger Geld, als gedacht. Wer dieser Tage einmal durch die Immobilienanzeige blättert, sieht was wir meinen: über 40 Jahre abgewohnte Immobilien, die nur ein Teil dessen Wert sind, was die Eigentümer gerne dafür hätten – trotz großer Nachfrage nach Immobilien.

Was man dagegen tun kann? Von Jung an für eine solide Einkommenssituation im Alter sorgen. Die gesetzliche Rente sollte man dabei als junger Mensch nicht mehr als Kern der Ruhestandsversorgung ansehen, sondern sich bereits frühzeitig ans Sparen machen. Damit meinen wir nicht das berühmte Sparbuch, sondern die Anlage in Aktien. Das geht mit einem ETF- oder Aktiensparplan hervorragend, ohne größere zeitliche Probleme und auf lange Sicht mit soliden Renditen. Sprich über 20, 30 oder mehr Jahre kann man dabei sehr wenig falsch machen. Um sich das zu vergegenwärtigen lohnt ein Blick auf das DAI-Renditedreieck. Wer das berücksichtigt, muss sich auch im Alter keine Gedanken ums Geld machen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de