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Die Deutsche Bank hat sich verkalkuliert – mal wieder

Freitag, 16.09.2016 13:00 von

Im Streit mit US-Behörden um verbriefte Immobilienkredite muss die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) vermutlich viel mehr zahlen als erwartet. Das ist ein neuer und besonders kräftiger Rückschlag für ihren Chef John Cryan.

12,5 Milliarden Euro wären nicht der Todesstoß, aber ein kaum verdaulicher Tiefschlag für die Deutsche Bank. Müsste das Institut wegen zweifelhafter Praktiken bei der Verbriefung von US-Immobilienkrediten tatsächlich so viel zahlen, wie das US-Justizministerium nun fordert, wären nicht nur sämtliche Pläne ihres Chefs John Cryan für die strategische Neuausrichtung auf einen Schlag Makulatur.

Das Kapitalpolster würde auch derart bedrohlich zusammenschrumpfen, dass die Aufnahme frischen Geldes kaum vermeidbar wäre. Eine Rettung durch den Staat wäre noch vermeidbar, die Bank müsste aber vermutlich ihre ohnehin leidgeprüften Aktionäre anpumpen und Teile des Unternehmens verkaufen.

Ganz so dramatisch wird es wohl nicht kommen. Die Bank hat angekündigt, sich nach Kräften zu wehren und nicht ansatzweise so viel zu zahlen, wie das Ministerium fordert. Wo sich beide Seiten letztlich treffen, ist offen. In der Vergangenheit sind die Zahlungen mitunter tatsächlich deutlich niedriger ausgefallen als die ersten Forderungen, mitunter waren sie aber auch nicht weit von diesen entfernt. Transparenz ist nicht die größte Stärke des US-Justizsystems.

Schlimm genug ist die Situation aber auf jeden Fall. Denn es ist völlig klar, dass die Deutsche Bank deutlich mehr, ja ein Vielfaches von dem zahlen muss, was sie selbst erwartet hatte. Offenbar waren ihre eigenen Experten viel zu optimistisch.

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