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Die Chinesen haben Druck

Freitag, 30.09.2016 13:20 von

Aus chinesischer Sicht ist eine Übernahme des deutschen Technologiekonzerns absolut logisch – das Land braucht Patente und Lizenzen. Aus deutscher Perspektive sieht das schon anders aus.

Bis zum Freitagmittag konnte die Aktie des Osram-Konzerns noch einmal um zwei Prozent zulegen; schon gestern schoss der Kurs des Papiers um mehr als drei Prozent in die Höhe. Grund für das Feuerwerk an der Börse: Gerüchte, die chinesische Private-Equity-Firma Go Scale Capital arbeitet an einer Übernahme des Konzerns aus München, aber auch eine Reihe anderer Unternehmen aus dem Reich der Mitte.Es sind mehr als Gerüchte: In einem ersten Schritt will China sich den knapp 18-prozentigen Osram-Anteil einverleiben, den die frühere Mutter Siemens (Siemens Aktie) noch hält. In einem nächsten Schritt könnte ein Investor aus China den übrigen Aktionären ein Angebot machen.Das Szenario ist aus chinesischer Sicht absolut schlüssig. Chinas Regierung treibt seine Unternehmen und Fondsgesellschaften an, über Akquisitionen im Ausland Technologie ins Land zu schaffen: mit der Kuka-Übernahme im Bereich Robotik, mit der Putzmeister-Übernahme bei Betonpumpen, mit Hilfe einer Übernahme des Traditionskonzerns Osram im Bereich Halbleitertechnologie für LED-Lampen.Chinas Regierung will in solchen Zukunftsbranchen eigene nationale Champions schaffen. Ziel ist die weltweite technologische Führerschaft. Weil die Chinesen aber über keine eigenen Patente für derartige Technologien verfügen, wird im Ausland eingekauft. Geld ist da. „Made in China 2020“ heißt das entsprechende Programm der Kommunistischen Partei.

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