Devisen: Eurokurs über 1,09 US-Dollar - Britisches Pfund erholt sich

Mittwoch, 26.10.2016 17:11 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Mittwoch über 1,09 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0929 Dollar (Dollarkurs) gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0925 (Dienstag: 1,0872) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9153 (0,9198) Euro.

"Für die Kursgewinne des Euro gab es keinen wirklichen Grund", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Vielmehr ist der Handel derzeit sehr dünn, was zu größeren Kursausschlägen führt." Aktuell fehlten dem Markt beim Euro-Dollar-Kurs klare Impulse. "Der Wahlkampf in den USA ist kaum noch ein Thema am Devisenmarkt", sagte Praefcke. Die Märkte gingen mittlerweile aufgrund der Umfragen von einem Wahlsieg von Hillary Clinton aus.

Das britische Pfund erholte sich von seinen deutlichen Vortagsverlusten. Die britische Währung sollte laut Praefcke jedoch weiter im Fokus der Devisenmärkte bleiben. Es gebe nach wie vor sehr viel Unsicherheit darüber wie der Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union aussehen könnte. "Es sind zuletzt stärker die politischen Probleme mit Schottland und Nordirland in den Blick gerückt", sagte Praefcke. Es sei zudem unklar, ob Mark Carney Gouverneur der Bank of England bleibe.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89465 (0,88998) britische Pfund, 113,97 (113,65) japanische Yen und 1,0838 (1,0848) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) wurde in London am Nachmittag mit 1270,50 (1269,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete wie schon am Vortag 36 860,00 Euro./jsl/jkr/he