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Devisen: Eurokurs erholt sich ein Stück weit

Dienstag, 27.09.2016 21:06 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag im New Yorker Handel berappelt. Er erholte sich bis auf 1,1222 US-Dollar, nachdem er unter die Marke von 1,12 Dollar (Dollarkurs) gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1220 (Montag: 1,1262) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8913 (0,8879) Euro.

"Die Probleme europäischer Banken und die Verwerfungen an den Aktienmärkten lasten auf dem Euro", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. "Allerdings darf man die Kursausschläge am Devisenmarkt am Nachmittag auch nicht überbewerten".

Nicht aus der Diskussion kommt die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie), die sich einer hohen Strafforderung wegen früherer Finanzgeschäfte auf dem US-Immobilienmarkt gegenüber sieht. Allerdings stabilisierten sich der Deutsche-Bank-Kurs am Dienstag im Handelsverlauf nach Aussagen aus dem US-Justizministerium. Laut Bill Baer, dem Leiter der Kartellabteilung können straffällig gewordene Banken die Höhe ihrer Strafe durch Kooperation reduzieren.

Die erste Fernsehdebatte im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft zwischen Hillary Clinton und Donald Trump in der Nacht zum Dienstag hatte keinen nennenswerten Einfluss auf den Euro-Dollar-Handel. Allerdings hat sich der Kurs des mexikanischen Peso von einem Rekordtief erholt. Experten hatten die Fernsehdebatte als einen Punktsieg für Clinton gedeutet. "Der Peso ist derzeit ein guter Indikator für die Wahlchancen von Trump", sagte Rieke. Schließlich könnte ein Wahlsieg von Trump den Handel mit Mexiko beeinträchtigen. Trump hatte sich im Wahlkampf mehrfach für eine Abgrenzungspolitik gegenüber dem südlichen Nachbarstaat der USA ausgesprochen./mis/jsl/he