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Devisen: Euro bleibt unter Druck - tiefster Stand seit März

Freitag, 21.10.2016 12:47 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag weiter unter Druck gestanden. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0878 US-Dollar. Das war der tiefste Stand seit März. Bis zum Mittag erholte sich der Euro nur leicht und stieg auf knapp 1,09 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,0980 Dollar (Dollarkurs) festgelegt.

Am Devisenmarkt wirkten Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Donnerstag nach. Nach der Zinssitzung der Notenbank hatte sich Draghi zwar mit konkreten Aussagen weitgehend zurückgehalten. Letztlich setzte sich an den Finanzmärkten aber die Meinung durch, dass die Geldschwemme der Notenbank wohl noch längere Zeit anhalten werde. Häufig wurde auf die Bemerkung Draghis verwiesen, dass ein abruptes Ende der Anleihekäufe unwahrscheinlich sei.

Konjunkturdaten stehen am Freitag nur wenige an. Allerdings werden sich einige ranghohe Notenbanker aus den USA zu Wort melden. Äußerungen aus den Reihen der US-Notenbank kommt derzeit ein besonders hohes Interesse zu, da nach wie vor unklar ist, wann die Fed ihre Ende 2015 begonnene Zinswende wieder aufnehmen will./bgf/jsl/tos