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Devisen: Euro bewegt sich vor US-Jobdaten kaum

Freitag, 04.11.2016 12:29 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag vor neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1095 US-Dollar und damit geringfügig weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1064 Dollar (Dollarkurs) festgelegt.

Starke Impulse waren im Vormittagshandel nicht zu beobachten, weswegen die Kursbewegungen am Devisenmarkt generell überschaubar blieben. Der Nachmittag steht jedoch klar im Zeichen der US-Geldpolitik. Es wird der monatliche Regierungsbericht vom Arbeitsmarkt erwartet, der große Bedeutung für den kurzfristigen Kurs der amerikanischen Notenbank Fed hat.

Fachleute rechnen mit einem soliden Stellenzuwachs, sinkender Arbeitslosigkeit und einem etwas stärkeren Lohnanstieg. Dies würde den Weg zu einer Zinsanhebung im Dezember ein Stück weit frei machen. An den Finanzmärkten wird ein Zinsschritt zum Jahresende hin zu fast 80 Prozent erwartet.

Allerdings dürfte der Ausgang der Präsidentschaftswahl in der kommenden Woche einen sehr großen Einfluss auf die US-Geldpolitik ausüben. Obwohl sich die Fed betont unpolitisch gibt, um den Vorwurf politischer Parteinahme zu vermeiden, sehen Fachleute klare Auswirkungen des Wahlausgangs auf den kurzfristigen Notenbankkurs. Im Falle eines Wahlsiegs des Republikaners Donald Trump rechnen viele Analysten zumindest mit einer Verschiebung der Zinsstraffung ins kommende Jahr./bgf/jsl/stb