Deutschland und Österreich wollen Zugang zu Risikokapital erleichtern

Donnerstag, 29.09.2016 12:34 von

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Deutschland und Österreich dringen auf mehr EU-Unterstützung für wachsende Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen. In einem am Donnerstag in Brüssel vorgestellten Papier sprechen sich die beiden Länder für eine Überprüfung der bürokratischen und finanziellen Hürden beim Zugang zu den Kapitalmärkten aus.

"Nach Angaben der EU-Kommission erhalten kleine und mittlere Unternehmen in Europa fünf Mal weniger Kapitalmarkt-Mittel als in den USA", heißt es. Dies entspreche für den Zeitraum 2009 bis 2014 einem Finanzierungsnachteil von mehr als 90 Milliarden Euro.

In dem Papier, das Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig und sein österreichischer Kollege bei einem EU-Ministertreffen präsentierten, werden auch eine rasche Entscheidung über Pläne zur Erweiterung des EU-Investitionsfonds EFSI und mehr Tempo beim Aufbau der sogenannten Kapitalmarktunion gefordert. Letztere soll auch alternative Finanzierungsquellen erschließen und mehr Optionen für kleine und institutionelle Anleger schaffen./aha/DP/tos