Deutschland AG reloaded

Freitag, 07.10.2016 16:40 von

Stehen deutsche Dax-Unternehmen als Unterstützer der Deutschen Bank bereit? Ob Plan oder Planspiel, es wäre eine Chance zur Renaissance der Deutschland-AG. Im positiven Sinne.Vorweggeschickt: Es ist nicht sicher, ob die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) angesichts vergangener und bevorstehender Strafen für Verstöße aller Art wirklich Kapitalhilfen braucht. Genauso wenig sicher ist, ob solche Hilfen vom Kapitalmarkt kämen, also von Anlegern und institutionellen Investoren oder aber auch von einem Konsortium entschlossener Dax-Unternehmen, die dem eingebrochenen Vertrauen gegenüber Deutschlands wichtigster Bank nicht tatenlos zusehen wollen. Letzteres war heute im Handelsblatt zu lesen.Klar, dass eine marktwirtschaftliche Lösung aus Sicht von Staat und Steuerzahlern immer den Vorzug gegenüber öffentlichen Hilfen haben wird. Das gilt natürlich auch aus Sicht der Bank selbst, also ihres Managements und ihrer Mitarbeiter. Ebenso klar ist, dass Kapitalerhöhungen den Alteigentümern nicht gefallen müssen, weil das ihre Position als Teilhaber schwächen könnte. Doch wenn es gar nicht anders geht, ist es auch für sie besser, eine Finanzspritze für ihr Institut zu akzeptieren als dieses ausbluten zu lassen.Stünden namhafte deutsche Unternehmen als Unterstützer bereit, wäre das eine gute Nachricht. Auch wenn das Szenario ein wenig an das altbackene Konzept der Deutschland-AG erinnern mag, also der kapitalmäßigen und personellen Verflechtung zwischen Industrie- und Finanzunternehmen. Zugegeben, das klingt alles sehr nach Old Economy und riecht für manche nach Industriepolitik, oder noch schlimmer, nach Beziehungskapitalismus à la Frankreich, Japan oder China. Negative Folge dieser Konzepte sind merkantilistische Abschottungen von Volkswirtschaften und innovationsfeindliche Machtkonzentrationen. Tatsächlich fällt die historische Bewertung der Deutschland AG eher negativ aus.Altbackenes Konzept mit Charme

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