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Deutsche Wirtschaft verliert an Schwung - Bundesamt legt Details vor

Donnerstag, 24.11.2016 05:49 von

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Konjunkturaufschwung in Deutschland hat im Sommer deutlich an Tempo verloren. Sinkende Exporte und die Verunsicherung der Unternehmen nach dem Brexit-Schock bremsten die Wirtschaft im dritten Quartal. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes halbierte sich das Wachstum auf 0,2 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr. Details zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) will die Wiesbadener Behörde am Donnerstag (8.00 Uhr) veröffentlichen. Im Frühjahr war die Wirtschaftsleistung noch um 0,4 Prozent gestiegen, zum Jahresanfang um 0,7 Prozent.

Getragen wurde die Konjunktur von Juli bis September vor allem vom Konsum der Verbraucher und den Ausgaben des Staates unter anderem für die Versorgung und Unterbringung Hunderttausender Flüchtlinge. Die Exporte sanken den Angaben zufolge gegenüber dem Vorquartal dagegen leicht. Die Unternehmen hielten sich mit Investitionen unter anderem in Maschinen zurück.

Nach Einschätzung der Bundesbank wird der Dämpfer allerdings schnell abgehakt. "Im letzten Vierteljahr 2016 dürfte die deutsche Wirtschaft nach der temporären Verlangsamung im Sommer wieder deutlich stärker wachsen", schrieb die Notenbank in ihrem aktuellen Monatsbericht./mar/DP/tos