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Deutsche Unternehmen haben den „China-Blues“

Dienstag, 29.11.2016 11:20 von

Ab 2020 will China Autobauern feste Verkaufsquoten für E-Autos vorschreiben. Deutsche Hersteller halten das für unmöglich. Doch nicht nur VW und Co. fürchten um ihr China-Geschäft – die Stimmung ist schlecht wie nie.

Die deutschen Unternehmer gehörten über Jahre zu den Optimisten in China. Während amerikanische Wirtschaftsführer zusammen mit CEOs anderer europäischer Konzerne über schlechte Bedingungen im Reich der Mitte klagten, hielten die Deutschen meist dagegen. Doch in diesem Jahr hat sich das Bild deutlich gewandelt.

„2016 wird wahrscheinlich eines der wirtschaftlich schwierigsten Jahre“, sagt der Präsident der deutschen Handelskammer (AHK) in China, Lothar Herrmann, am Dienstag bei der Vorstellung der jährlichen Umfrage zum Geschäftsklima. Ausgerechnet bei den Schlüsselindikatoren Umsatz, Profit und Investitionen geben sich die deutschen Unternehmen so pessimistisch wie noch nie. Seit die Kammer 2012 zu den drei Indikatoren fragt, sind die Antworten nicht so negativ ausgefallen.

Ein Viertel der befragten Firmen ging für dieses Jahr von Gewinnrückgängen aus. In der für Deutschland besonders wichtigen Maschinenbau-Branche ging sogar mehr als ein Drittel (36 Prozent) der befragten Unternehmen von einem Rückgang der Profite aus, während immerhin noch 30 Prozent der Betriebe steigende Profite erwarteten.

Dem gegenüber standen jedoch die Autobauer. 66 Prozent der Firmen aus dem Autosektor erwarteten für dieses Jahr steigende Gewinne, während zwölf Prozent von Profitrückgängen ausgingen.

Langfristig könnte sich die Lage für die Autobauer in China jedoch verändern, warnt der deutsche Botschafter, Michael Clauss. Peking erwägt, Autoherstellern ab 2018 feste Absatzquoten für Elektroautos vorzuschreiben.

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